Aktuelle Termine

ABGESAGT! - Jahresrückblick mit Bildern
Fr 11.Dez, 2020
19:30 Uhr

Bund Naturschutz Alb-Neckar e.V. Bezirksgruppe Geislingen

20. November 2020 - BNAN Feuchtgebiet Turm, Grünenberg
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„Heast as nit, wia die Zeit vergeht" ...."Die Jungen san oid worn...." – der meist nebelverhangene November ist der Monat, in dem man mit Hubert von Goisern melancholisch werden darf.
Andererseits besteht für Melancholie eigentlich kein Anlass. Anlass besteht zur Freude. Zur Freude über mehr als 40 Jahre BNAN Bezirksgruppe Geislingen. Zur Freude über viele aktive Helferinnen und Helfer, die die Ideale derer, die 1979 mit Spaten, Schaufel und Schubkarren geschuftet haben um unseren Mitgeschöpfen ein Überleben zu ermöglichen, immer noch leben. Wie in allen anderen Naturschutzvereinen auch: ehrenamtlich, unentgeltlich und die Freizeit „opfernd".

Wir haben im Archiv gewühlt und gegraben. Hier ein paar Bilder von unseren Anfängen am Feuchtgebiet Turm: 1979 als Kontrast zum Maschineneinsatz in dieser Woche.
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17. November 2020 – Biotoppflege Turm, Grünenberg
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Es sieht auf den ersten Blick martialisch aus – schweres Gerät in und am unserem Turm-Tümpel.

Turm2020-11-06kNachdem wir dort seit fast zehn Jahren keine größeren Eingriffe mehr gemacht haben, ist es jetzt an der Zeit das üppig wuchernde Schilf zurückzudrängen. So harmonisch ein sich selbst überlassener Teich auch wirkt, unser dortiges Hauptaugenmerk liegt im Erhalt bedrohter Amphibien und Libellen. In unserem Feuchtgebiet kommen viele verschiedene Arten, darunter auch streng geschützte FFH-Arten, vor. Über 30 unterschiedliche Libellen – immerhin ein Drittel der in Deutschland vorkommenden Arten - haben wir dort schon nachgewiesen. Deren Lebensraum – die offene Wasserfläche – wurde vom Schilf im Lauf der Jahre immer mehr verkleinert.

Obwohl das schwere Gerät im Teich etwas befremdet: mit dem eingesetzten Schwimm-Ketten-Mäher der Firma Schäfer konnte der Eingriff sehr schonend durchgeführt werden. Jetzt zeigt der Teich plötzlich wieder Ecken, die sich jahrelang hinter dem Schilfvorhang versteckt hatten. Im nächsten Frühjahr, wenn die Vegetation wieder erwacht, musst du sicherlich sehr genau hinschauen, um noch Spuren der kurzfristig martialisch wirkenden Pflegemaßnahme zu erahnen.

Manchmal muss man zur dauerhaften Sicherung eines Lebensraums eben klotzen.

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07. November 2020 – Doppelbiotoppflege Gostalwiese, Unterdrackenstein und Turm, Grünenberg
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Belohnung für fleißige Biotoppfleger – natürlich auch für Biotoppflegerinnen. Bei manchen Spielen erhält man nach Erreichen eines bestimmten Levels Zusatzpunkte oder Freispiele. Bei manchem Geocache gibt es zum Schluss noch einen Bonus-Cache. Wir hatten heute – drei Wochen nach dem offiziellen Abschluss unserer erfolgreichen Pflegesaison - noch zwei Bonus-Biotoppflegen. Coronabedingt mit stark reduzierter Mannschaft, so dass leider nicht alle unserer fleißigen Helferinnen und Helfer in den Genuss der Freiluftarbeit kommen konnten.
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Die eine Biotoppflege fand auf der Gostalwiese statt. Unsere Gostalwiese ist unser kleinstes Grundstück. Trotzdem groß genug um sich aus dem Weg zu gehen und einen Abstand einzuhalten. Zumal wir uns dort viele kleinere Arbeiten vorgenommen und umgesetzt haben: Mähen mit dem Freischneider, abrechen und Abtransport mit der Heugabel, sowie das Zurückschneiden einiger Haselnusssträucher.
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Unser zweites Team – genauer ein 1-Mann-Team – war an unserem Feuchtgebiet Turm und hat dort die wuchernden Brombeeren und das Gras am Rand der Tümpel gemäht und einige kleinere, die Tümpel immer mehr beschattende, Bäumchen entfernt.
Für unseren einsamen Arbeiter gab es noch eine besondere Belohnung, einen Zusatzbonus:
34 Kraniche sind über ihn hinweg gezogen.





17. Oktober 2020 – Biotoppflege Kuhbergwiese, Nenningen
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Vor zwei Jahren war unser Resümee Ende Oktober, zum Abschluss unserer damaligen, durchwegs trockenen und sonnigen Biotoppflege-Saison: „Das sonnige i-Tüpfelchen auf unseren 2018er-Pflegeiensätzen war uns leider nicht vergönnt. Unsere finale Biotoppflege am „Turm" haben wir bei leichtem Regen und spätherbstlichen Temperaturen durchgeführt. Na ja, irgendwann geht auch die längste Gut-Wetter-Glückssträhne zu Ende."

Kuhberg2020-02kIn diesem Jahr sind wir einige Male nass geworden. Unser Gedächtnis ist hier leider sehr subjektiv. Die zeitlich nahen, verregneten Arbeitseinsätze sind noch viel präsenter als die trockenen, sonnigen. Und dann gab es noch die Biotoppflege am Galgenberg, bei der wir – wir wiederholen uns – soichnass wurden. Diese Erfahrung stellt gleich mehrere Schön-Wetter-Arbeitseinsätze in den Schatten. Aus reinem Egoismus auf gutes Wetter zu hoffen (auch wenn da die Arbeit leichter von der Hand geht) ist nach einigen viel zu trockenen Jahren sicherlich der falsche Ansatz. Gönnen wir der Natur den Regen, wir können uns bei unseren outdoor-Aktivitäten mit funktionaler Bekleidung behelfen.

Kuhberg2020-01kHeute war der letzte unserer fest terminierten Pflegeeinsätze. Kein goldener Oktober, ein typischer Herbsttag. Das Gras leicht feucht, von oben sind wir (bis auf wenige Nieseltropfen) trocken geblieben. Eher kühl, unseren 14 Helferinnen und Helfern wurde es auf der Hangwiese trotzdem warm.

Unser diesjähriges Resümee: die Biotoppflege auf der Kuhbergwiese war das versöhnliche i-Tüpfelchen auf der teilweise verregneten 2020er-Pflegesaison. Trotz Wetterkapriolen, trotz Corona konnten wir alle Arbeiten wie geplant abschließen. Dies gelingt nur mit Helfern, die zu 100 % hinter unseren Biotop- und Artenschutz-Arbeiten stehen. Nochmals vielen Dank für euren Einsatz!


10. Oktober 2020 – Biotoppflege Weigoldsberg Heide, Reichenbach im Täle
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WGBH2020-02kDie Weigoldsbergheide ist unser ältestes Grundstück. Seit 1980 mähen wir jährlich die Heide um diesen wertvollen Lebensraum zu erhalten. Küchenschellen, Berg-Kronwicken, Graslilien, Enziane, Gold- und Silberdistel, die Hirschwurz und einige Orchideenarten kommen dort vor. Natürlich auch manche Schmetterlinge, Käfer, Spinnen und Grashüpfer.

Beim Erwerb des Grundstückes vor 40 Jahren, ein Jahr nach Gründung unserer Bezirksgruppe, hat uns die Loki-Schmidt-Stiftung großzügig finanziell unterstützt. Vor 40 Jahren haben wir uns selbstverständlich dafür bedankt, damals auf analogem Weg.
Wir wollen diesen Dank in unserer digitalen Welt gerne erneuern: nochmals vielen Dank fürs „Unter-die-Arme-greifen"!

Auch unseren Helfern ein herzliches Dankeschön. Das Wetter war auch heute mal wieder suboptimal. Nass und nicht wirklich warm. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass sich bei diesem Wetter 12 Helferinnen und Helfer ehrenamtlich, für ein Dankeschön und einen Teil ihres freien Wochenendes opfernd, für den Erhalt unserer Biotope einsetzen.
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03. Oktober 2020 - Vogelzugbeobachtung am Fränkel – Birdwatch am Albtrauf
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Seit Jahren beobachten wir am 3. Oktober den Vogelzug über die Schwäbische Alb. Jedes Jahr gibt es unterschiedliches zu entdecken, jedes Jahr ist das Wetter und unsere Gruppenzusammensetzung anders. In diesem Jahr haben wir – BNAN Geislingen, NABU Süßen und NABU Geislingen - die Lücke zwischen dem Auflösen des an den Bergen hängenden Nebels und eines heran rauschenden Regenbandes für unsere Beobachtungen ausgenutzt. Der Fränkel ist für die Vogelbeobachtung ideal, da er einerseits eine super Weitsicht über das untere Filstal bietet, andererseits verdichtet sich der Vogelzug im Taleinschnitt zwischen Fränkel und Burren, gerade bei nebelverhüllten Bergen.

Einziger Wermutstropfen war das nicht optimale Licht. Heute Morgen waren nicht nur die Katzen grau, sondern fast alle Vögel schwarz. Unsere Vogelexperten können auch bei diesen Bedingungen die vorbeiziehenden Vögel anhand von Silhouette, Flügelschlag und Kontaktrufen bestimmen.

Was haben wir gesehen / gehört? Hunderte Kernbeißer, viele Buch- und Grünfinken, Erlenzeisige und Singdrosseln, einige Feldlerchen, Wiesenpieper, Heckenbraunellen, Zilpzalpe, Mistel- und Wacholderdrosseln, Hausrotschwänze, einen kleineren Trupp Hohltauben und den ersten Ringeltaubenschwarm der Saison. Ein paar Rotmilane, Mäusebussarde und Turmfalken, sowie die letzten Rauch- und Mehlschwalben. Vereinzelt war im Finkenschwarm der Ruf eines Bergfinken zu hören. Auch eine einsame Rotdrossel machte durch ihren Ruf auf sich aufmerksam. Stationär anwesend waren Schwarz- und Buntspecht, Kolkraben, Eichelhäher und ein Sperber.
Alles in allem: mindestens 26 unterschiedliche Vogelarten, mit den lautstark gegen die Nichterwähnung protestierenden Rabenkrähen, mindestens 27.


26. September 2020 – Biotoppflege Galgenbergwiese, Bad Ditzenbach
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GBW2020-09 01kUnsere Galgenbergwiese ist ein besonderes Fleckchen Erde, dass viele unserer aktiven Helfer lieb gewonnen haben. Wir haben dort seit 1982 inzwischen über 100 Pflegeeinsätze durchgeführt und über 3.000 Stunden gemeinnützige Arbeit zum Erhalt des Lebensraums geleistet. Wie du siehst: die Wiese liegt uns am Herzen.

In diesem Jahr hat die Galgenbergwiese unsere Liebe bei den Pflegeeinsätzen so gar nicht erwidert.
Am 22. August hat es in Strömen gegossen, so dass wir klatschnass wurden. Damals war es glücklicherweise noch richtig warm, der Regen beinahe erfrischend.GBW2020-09 02k
(Zugegeben: das ist jetzt die Verklärung der noch nicht allzu lang zurückliegenden „guten, alten Zeit").

Heute sind wir auf der Galgenbergwiese schon wieder nass geworden. Bei Temperaturen um acht Grad war die Nässe deutlich unangenehmer als im August. Da wir jedoch beim ersten Arbeitseinsatz weit mehr als die Hälfte der Wiese gemäht und abgeräumt haben, war der heutige Einsatz schlussendlich ein Kinderspiel.

Wir sind jetzt auf der Zielgeraden und haben noch GBW2020-09 03kzwei Pflegeeinsätze fest eingeplant. Wir lassen uns überraschen, was das Wetter noch mit uns vorhat. Falls du kurzentschlossen Lust hast, uns bei der Biotoppflege zu unterstützen: die Termine und Treffpunkte findest du auf rechts auf dieser Seite.

Keine Angst, wir beißen nicht und sind auch bei nicht ganz optimalem Wetter gut drauf!






12. September 2020 - Biotoppflege Weigoldsberg Wiese, Hausen
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WGBW20-01kWir haben gerade so einen Flow (neudeutsch für Lauf oder Schaffensrausch), dass wir unbemerkt, ohne eine Halbzeitpause einzulegen, in der zweiten Hälfte unserer Pflegeeinsätze angekommen sind. Nachdem alle unsere Helferinnen und Helfer noch putzmunter und topfit sind, sich weder humpelnd noch das Kreuz haltend über unsere Spielfelder bewegen und wir beim vorsetzten Arbeitseinsatz ausgiebigst geduscht wurden, scheint eine Erholungspause, eine Regenerierungsphase nicht notwendig gewesen zu sein.

Am Top-Zustand der Mannschaft hat unser Caterer (neudeutsch für Versperbua) einen großen Anteil.WGBW20-03k Wir werden von ihm nach jedem Einsatz mit einer großen Auswahl von leckeren Speisen und Getränken versorgt.

Auch wenn wir jetzt einen Einzelnen (gegen seinen Willen) ins Rampenlicht gezerrt haben, unsere Biotoppflege funktioniert nur als Mannschaft. Dabei ist es egal, ob die Eine einen großen Grashaufen bewegt oder der Andere mehrere kleine. Bei uns zählt nur, sich aktiv für unsere Flora und Fauna einzusetzen. In der ersten Halbzeit haben wir eine tolle, champions-league-reife Mannschaftsleistung erlebt.
WGBW20-02kJungs und Mädels, Mädels und Jungs: wir sind stolz auf euch!

War sonst noch was? Auf der benachbarten Heide haben wir ein Bergkronwicken-Widderchen entdeckt, dass sich nicht an das Regelwerk im Lehrbuch (Flugzeit im ersten August-Drittel) gehalten hat.
Die regelmäßige Biotoppflege am Weigoldsberg, durch uns auf unseren Grundstücken und das örtliche Forstrevier auf den angrenzenden Wacholderheiden, trägt dazu bei, die Lebensräume dieser stark gefährdeten Art offen zu halten.



05. September 2020 - Biotoppflege Sielenwangwiese, Auendorf
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„Auf Regen folgt Sonnenschein"! Das prophezeite schon der Seher Lügfix in den Asterix-Heften. Nachdem wir bei unserer letzten Biotoppflege – auf gut schwäbisch – soichnass wurden, hat sich der heutige Samstag, der erste Samstag nach dem meteorlogischen Herbstanfang, von der angenehmen Seite präsentiert.

Nicht zu warm, ab und zu ein paar harmlose, aber interessante Wolken, viel Sonne und am Himmel eine Menge durchziehender Schwalben, Greifvögel sowie ein verspäteter Mauersegler.

So wurde die Biotoppflege unserer Sielenwangwiese zu einem Kinderspiel. Das lag natürlich in erster Linie an den 15 Helfern, die mal wieder richtig Gas gegeben haben.


02. September 2020 - Die Zauneidechse, Reptil des Jahres 2020
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Wanted! Gesucht wird der Saboteur, der die Kosten unserer schönen Großprojekte regelmäßig in die Höhe treibt!

Zauneidechse2020-01kWie! So klein ist der! Das sieht eher nach einem Sündenbock aus. Möglicherweise um von den wirklich Verantwortlichen in Politik und Planung abzulenken. Unumstößliche Tatsache ist, die Zauneidechse hat das Recht auf ihrer Seite.

Die Zauneidechse ist eine nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union geschützte Art. Diese Richtlinie schreibt vor, dass in jedem Land der EU nicht nur das Tier geschützt ist, sondern, dass es auch verboten ist ihren Lebensraum zu beschädigen und zu zerstören. Wenn der Lebensraum im Zuge einer Baumaßnahme nicht erhalten werden kann, dann wird versucht, die ZauneidechseZauneidechse2020-02k
einzufangen und umzusiedeln. Meist mit wenig nachhaltigem Erfolg.

Ansprüche hat die Zauneidechse an ihren Lebensraum eigentlich wenig. Die wechselwarme Sonnenanbeterin hätte gerne eine höhere, nicht zu dichte Vegetationsschicht als Sichtschutz, lockeren, sich schnell erwärmenden Boden für die Eiablage und natürlich viel Sonne. Dies fand die Zauneidechse an den Waldsäumen, Feldrainen, Feldhecken, Weg- und Straßenrändern, Bahndämmen, Ruderalflächen, aber auch in unseren traditionell bewirtschafteten Gärten. Zauneidechse2020-03kDiese strukturreichen Lebensräume werden jedoch immer weniger, so dass sich die Zauneidechse inzwischen auf der Vorwarnliste der Roten Liste wiederfindet. Um auf die Gefährdung der Eidechse hinzuweisen wurde die Zauneidechse zum Reptil des Jahres 2020 gekürt.

Im Vergleich zu den anderen bei uns vorkommenden Eidechsenarten erscheint die Zauneidechse relativ plump, mit kurzem, kräftigem Schwanz und kurzen Beinen. Den Schwanz kann sie bei Gefahr abwerfen, so dass sich der Beutegreifer mit dem zuckenden Schwanz beschäftigt und die Echse entkommen kann. Männchen und Weibchen unterscheiden sich inZauneidechse2020-04k der Färbung. Die Weibchen haben eine gelblichbraune bis graubraune Grundfärbung, die Männchen sind besonders in der Paarungszeit am Kopf, den Beinen und Flanken intensiv grün gefärbt. Der Rücken hat meist einen dunklen Strich, gelegentlich ist er auch komplett rötlich. Es gibt auch Eidechsen, die komplett grün sind.

Langer Rede, ... Den zweiten Teil des Spruches schenken wir uns. Das A und O sind reich strukturierte Lebensräume mit Steinhaufen, Totholz, Altgrasinseln, offenen Böden und so weiter.

Das was wir im Großen auf unseren vereinseigenen Grundstücken erhalten kann jeder für sich im Kleinen in seinem Garten ebenso.
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22. August 2020 - Biotoppflege Galgenbergwiese, Bad Ditzenbach
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„I'm singin' in the rain ... what a glorious feeling, I'm happy again."
Gesungen haben wir zwar nicht, trotzdem hat die heutige Biotoppflege auf unserer Galgenbergwiese Spaß gemacht. In den letzten Jahren war das Mähen und Abräumen der Galgenbergwiese eine Hitzeschlacht. Heute war es zur Abwechslung mal eine Wasserschlacht, bei der nichts, wirklich gar nichts trocken blieb. Situativ kam ein neuer Filter zur Anwendung: „Wasser auf der Linse". Aber alles halb so wild, der Regen war zum Glück warm.
„I'm laughing at clouds, so dark, up above, the sun's in my heart."
Bei unserem nächsten Pflegeeinsatz in 14 Tagen auf der Sielenwangwiese scheint sicherlich die Sonne nicht nur in den Herzen sondern auch wieder über der Wiese.
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20. August 2020 - Schülerferienprogramm „Mit dem Ökomobil an der Fils"
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Unser Geislingen trägt nicht nur den Namenszusatz „an der Steige", sondern schmückt sich auch mit dem Titel Fünftälerstadt. Die Täler der Rohrach, der Eyb, des Längentalbaches sowie Oberes und Unteres Filstal treffen hier aufeinander. Am Übergang vom oberen zum unteren Filstal haben wir heute das Ökosystem der Fils untersucht.

Wer sind wir? Das Team des Ökomobils, dem rollenden Labor des Regierungspräsidiums Stuttgart, zwei Betreuer der örtlichen Naturschutzverbände NABU und BNAN und als Hauptakteure 12 Kinder aus Geislingen und der näheren Umgebung.

Dieses Jahr war im Vergleich zu den vorhergehenden Veranstaltungen manches anders. Eine begrenzte Zahl Teilnehmer, Masken und Abstände, keine Gruppenarbeit und mikroskopieren unter freiem Himmel.

Ähnlich wie in den Vorjahren waren die in der Fils vorgefundenen Kleinstlebewesen, sowohl hinsichtlich der verschiedenen Arten als auch in der Individuen-Anzahl. Wassermilben, Larven der Zuckmücken, Eintagsfliegen und Köcherfliegen, kleine Wasserschnecken, ein Achtaugenegel und ein Bachflohkrebs. Der eine Bachflohkrebs ist aber auch nichts Neues mehr. Die einst massenhaft in der Fils vorkommende Art ist seit 2018 beinahe verschwunden. Liegt es an den heißen, trockenen Sommern oder wird die Gewässerqualität von anderen, uns unbekannten Faktoren verändert? Verfestigt sich die Situation oder ist im nächsten Jahr, wenn es wieder heißt „Mit dem Ökomobil an der Fils", manches wieder anders?
Vielleicht liegt dann auch weniger Müll im Flüsschen.


15. August 2020 – Biotoppflege Talbachwiese, Unterböhringen
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Jedes Jahr stellt sich uns auf der Talbachwiese immer wieder dieselbe Frage: schaffen wir die Wiese, oder schafft die Wiese uns? Die Frage ist noch nicht final geklärt. Die Antwort für dieses Jahr lautet: sowohl als auch!

Talbach 2020-04kWarm war's. So warm, dass unsere Getränke fast nicht ausgereicht haben. Aber nur fast. Unseren Versperbuben in Verlegenheit zu bringen, das schafft nicht mal die Talbachwiese.

Um ehrlich zu sein: wir hatten in diesem Jahr „Unterstützung" bei der Biotoppflege.
Unsere kleinen, schwarzen Freunde haben sich am Rand der Wiese intensiv um die Brennnesseln gekümmert. Eine wirkliche Hilfe waren sie jedoch nicht. Die üppig gewachsene, verblühte Hochstaudenflur abzumähen und abzurechen war dann doch unsere Aufgabe. Wir haben sie geschafft!

In diesem Jahr waren wir schon auf einer ebenen, hoch oben auf dem Berg gelegene Wiese und auf einer ebenen Wiese im Talgrund. Zur Abwechslung findet der nächste Arbeitseinsatz auf einer am Hang gelegenen Wiese statt.
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14. August 2020 - „Welttag der Eidechse – World Lizard Day"
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Es gibt Tage, da wird man auf dem falschen Fuß erwischt. So ein Tag ist heute, denn heute ist der „Welttag der Eidechse – World Lizard Day". So wirklich bewusst war uns das nicht, denn sonst hätten wir uns darauf vorbereitet. Denn über das Reptil des Jahres 2020 – die Zauneidechse – wollten wir sowieso noch was schreiben.

Das Bild ist als Appetitanreger für den noch kommenden Beitrag gedacht.



02. August 2020 - Warum wir Wiesen mähen?
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Das verraten wir euch an dieser Stelle nicht. In der aktuellen August-Ausgabe von koi Geislingen, unserem Lieblings-Stadtmagazin, wird die Frage in einem lesenswerten Artikel beantwortet. Die August-Ausgabe ist als online-Blätterversion auf koi-stadtmagazin.de und in Papierform in vielen Geschäften in Geislingen und um Geislingen zu finden.

Soviel sei vorab verraten: wir mähen die Wiesen nicht, weil uns samstags langweilig ist und wir gerne schwitzen.


01. August 2020 - Biotoppflege Rohrachtal, Geislingen
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Am letzten Wochenende hätten eigentlich die Geislinger Festtage – Hock, Tag der Jugend und Kinderfest – stattgefunden. Nebenbei bemerkt: das Kinderfest hat immerhin eine Tradition, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht.

Rohrachtal2020-8-02kAuch wir haben am ersten Ferienwochenende zwei etablierte Veranstaltungen in Geislingen, genauer im Geislinger Rohrachtal. Zugegebener Maßen ist unsere Tradition eher ein Traditiönle. Freitags sind wir mit dem Geislinger Schülerferienprogramm im Rohrachtal unterwegs, am Samstag rechen wir zusammen mit dem NABU Geislingen die Hangwiese im Rohrachtal ab.

Sowohl die Festtage als auch unser Beitrag zum Schülerferienprogamm sind Opfer von Corona geworden.

Unser Pflegeeinsatz hat jedoch stattgefunden.
Dank der Tatkraft unserer jungen bzw. junggebliebenen Wilden war das Abrechen der Wiese, trotz der schon am frühen Morgen hochsommerlichen Temperaturen, ruck-zuck erledigt. Teamarbeit eben!
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30. Juli 2020 - Biotoppflege Feuchtgebiet Turm, Gingen-Grünenberg
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Endlich Ferien! „St. Tropez bei uns am Baggersee". Wir gehen jedes Jahr einmal ins Wasser, jedoch nicht zur Abkühlung sondern zur Biotoppflege. Nichts da mit auf-die-faule-Haut-liegen, bei uns geht jetzt die Biotoppflegesaison richtig los.

Bei der Biotoppflege auf unseren Wiesen sind wir auf eure Power angewiesen, das geht nur mit einer großen Mannschaft. Bei den Wasserspielen in unserem Feuchtgebiet Turm ist unser „special team" gefragt.
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Welche Voraussetzungen muss man für das Team mitbringen?
1. Eine gewisse Größe ist vorteilhaft. Dann geht das Wasser nur bis zur Brust und nicht bis zur Nase.
2. Furchtlosigkeit. Es kann schon mal passieren, dass eine Begegnung mit den Ringelnattern auf Augenhöhe erfolgt.
3. Coolness: wenn der Fuß mal meint, im Schlamm stecken bleiben zu wollen
4. Resistenz gegen alle möglichen stechenden Insekten oberhalb der Wasserfläche, wie Bremsen und Schnaken.
Turm2020-02k5. Die richtige Ausrüstung, sprich eine Wathose, zum Schutz gegen die schmerzhaft stechenden Rückenschwimmer unterhalb der Wasseroberfläche.
6. Freude am Arbeiten in feucht-warmen Klima. Nachdem die Wathosen kein Wasser von außen durchlassen, ist es natürlich umgekehrt auch so. Der Arbeits-Schweiß, vielleicht auch ein klitzeklein wenig Angstschweiß, bleibt materialbedingt in der Hose.

Warum das alles?
Wir versuchen in unserem Biotop vielen unterschiedlichen Amphibien optimale Lebensräume zu bieten. Dazu gehört auch eine teilweise offene Wasserfläche. Turm2020-03kDesweiteren bildet sich durch das Absterben der Pflanzen am Gewässergrund Faulschlamm, der die Wasserqualität bzw. den Sauerstoffgehalt mindert.
Zum Erhalt des Artenreichtums entnehmen wir jedes Jahr im Hochsommer, wenn aus den Kaulquappen Frösche, Kröten und Molche geworden sind, die Vogelkinder flügge sind, die allermeisten Pflanzen verblüht sind und die Libellen noch keine Eier gelegt haben, schonend einen Teil der Wasserpflanzen.

Auch im Turm war es problemlos möglich Abstände zum Mitmenchen einzuhalten. Unsere Mit-Insekten haben da noch kleinere Schwierigkeiten.



25. Juli 2020 – Biotoppflege Haarbergwiese, Reichenbach im Täle
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Haarberg2020-02kDas war er also, unser erster Arbeitseinsatz im Corona-Zeitalter. Im Vorfeld kamen manche Fragen auf: wie läuft jetzt ein Pflegeeinsatz ab und kommt überhaupt jemand zu helfen?

Die erste Frage konnte mit „so wie immer" beantwortet werden. Da das Grundstück über 230 Meter lang ist, ist dort genug Platz vorhanden um sich aus dem Weg zu gehen. Dazu haben Grasrechen und Heugabel eine Länge, die einen gewissen Abstand erfordert damit man ohne sich zu behindern arbeiten kann.

Haarberg2020-04kDie zweite Frage war aus zweierlei Gründen die wichtigere. Der einen hängt mit Corona zusammen, der andere mit dem Anmarschweg zum eigentlichen Arbeitsplatz. Vor der eigentlichen Arbeit wartet erst einmal ein, in einigen knackigen Anstiegen zu bewältigender Höhenunterschied von über 130 Metern.

Wir haben jedoch Helfer, auf die wir uns verlassen können. Pünktlich um 9 Uhr hatten wir die Manpower auf der Fläche. Wobei Manpower der falsche Ausdruck ist. Woman- und Man-Power ist korrekt.

Haarberg2020-03kDrei Frauen und ein paar mehr Männer rechten und gabelten das Gras um die Wette, so dass die von den Hecken und Bäumen beschattete Wiese ruck-zuck abgeräumt war.

Wie jedes Jahr fangen wir bei unseren Arbeitseinsätzen mit nicht so arbeitsintensiven Wiesen an und steigern uns dann. Die nächsten Arbeitseinsätze werden knackiger. Wenn Sie Zeit haben, weil vielleicht der diesjährige Sommerurlaub nicht so wie erhofft stattfinden kann, und Lust haben, etwas zum Erhalt unserer Natur beizutragen, dann kommen Sie doch einfach bei einem unserer nächsten Pflegeeinsätze vorbei.



03. Juli 2020 - Kreuz und Quer durch Wald und Flur

In diesem Jahr ist das gemeinsame Erleben unserer heimischen Natur leider komplett ausgefallen. Deshalb haben wir unseren Schwerpunkt in die virtuelle Welt verlegt.
Das, was wir dort - diesmal ohne Schwerpunkt - vermitteln wollen, ist die Vielfalt unserer Pflanzen und Tiere. Um diese im wirklichen Leben zu entdecken braucht es nicht viel. Ein wenig Aufmerksamkeit und offene Augen.
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Die virtulle Weld findet sich unter https://www.facebook.com/bnangeislingen/ oder https://www.instagram.com/bnan_geislingen/ Um die Inhalte komplett zu sehen, ist jedoch eine Anmeldung notwendig.


20. Juni 2020 – Informationen zu unseren nächsten Terminen

Termine2020-07kSamstag, 27. Juni – Hüttenfest – abgesagt bzw. verschoben

Das Hüttenfest findet am geplanten Termin nicht statt. Wir sind der Meinung, dass es zurzeit noch nicht möglich ist, ein ungezwungenes Fest, das von der Kommunikation der Teilnehmer lebt, durchzuführen.
Wir haben unser traditionelles Hüttenfest für dieses Jahr aber noch nicht endgültig gecancelt. Angedacht ist ein Ersatztermin im September. Wir werden hierzu zeitnah informieren.

Samstag, 11. Juli – Biotoppflege Gostalwiese – abgesagt!

Dieser Pflegeeinsatz ist komplett gestrichen.
Nicht wegen Corona sondern weil wir erkannt haben, dass eine Pflege dieser Wiese zum angedachten Zeitpunkt der Insekten- und Amphibienfauna nicht gut tut.

Somit startet die Biotoppflege-Saison am 25. Juli mit der Haarbergwiese. Nachdem diese Wiese „ewig lang" ist, kann dort beim Abrechen der Mindestabstand problemlos eingehalten werden.

Haben Sie Lust mitzuhelfen?
Wir treffen uns um 9 Uhr am Wanderparkplatz auf dem Hexensattel an der Verbindungsstraße von Unterböhringen nach Reichenbach im Täle. Kontaktdaten und eine Anfahrtsbeschreibung finden Sie direkt beim Termin.



13. Juni 2020 – virtuelle Exkursion zur Galgenbergwiese, Bad Ditzenbach
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Galgenberg2020-06-01kDer letzte Schmetterlingshaft und der erste Schachbrettfalter fliegt über unsere Galgenbergwiese. Ebenso einige Perlmuttfalter, Wiesenvögelchen, Scheckenfalter, Bläulinge und Dickkopffalter.
Man muss jedoch auch auf der Galgenbergwiese genau hinschauen um die wenigen Individuen der Schmetterlinge wahrzunehmen.
Die Vielfalt der Blumen springt einen dagegen an. Man merkt aber, dass das Jahr trotzt Corona und Lockdown voranschreitet. Die Wiesenvegetation – Salbei, Marguerite und Esparsette - ist in der Nachblüte, der Bocksbart streckt seine Schirmchen in die Höhe. Dafür fangen jetzt die Witwen- und
Flockenblumen an zu blühen.
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Galgenberg2020-06-03kDie Galgenbergwiese ist die größte Wiese der BNAN Bezirksgruppe Geislingen. Durch die Größe und die spezielle Geologie ist die Wiese keine homogene Fläche sondern ein Mosaik verschiedener Kleinbiotope. Wir haben dort trockenere und feuchtere Stellen, steile und flachere Hänge, Licht und Schatten und Abbruchkaten kleinerer Bergrutsche. Daher wächst auf der Wiese an der eine Stelle die Straußblütige Wucherblume, an der anderen der Baldrian, im nächten Eck die Bergkronwicke und nebenan der Acker-Wachtelweizen. Alles untermalt mit einem satten Gelbton aus verschiedenster Kleeblüten.
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Die dominierende Blüte ist jedoch die der unterschiedlichen Gräser. Für einen Heuschupfen-Geplagten ist diese virtuelle Exkursion sicherlich angenehmer.

Galgenberg2020-06-07kDas war's auch schon mit den für dieses Jahr geplanten Frühlings- und Frühsommer-Exkursionen. Leider haben alle nicht im realen Leben stattgefunden. Möglicherweise waren unsere virtuellen Exkursionen ein klitzekleines Trostpflaster. Wir würden uns freuen, den ein oder anderen Besucher bzw. Besucherin unserer Homepage im nächsten Jahr bei einer unserer Exkursionen begrüßen zu dürfen. Wer so lange nicht warten will: wir sind zuversichtlich, dass wir unsere Biotop-Pflege-Einsätze wie geplant durchführen können. Auch dazu suchen wir Mitstreiterinnen und Helfer.

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10. Juni 2020 – neue Wege

Newsletter2020-06kNachdem in diesem Jahr die persönliche Kommunikation mit unseren Mitgliedern, mit unseren Freunden, mit den an unserer Natur Interessierten leider nicht so möglich war, wie wir das gewünscht hätten, haben wir uns entschlossen neue Wege zu gehen.

Wir haben für Sie einen Rundbrief – neudeutsch Newsletter – zusammengestellt.

Was hat die BNAN Bezirksgruppe Geislingen in diesem Jahr trotz Corona schon alles für unsere Natur geleistet?
Was hat nicht stattfinden können? Was haben wir vor?

Das Ganze garniert mit sehenswerten Bildern.

Interesse?

Eine kurze Kontaktaufnahme über Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. genügt und das Rundschreiben fliegt auf elektronischem Weg zu.


03. Juni 2020 – Fieberklee, Pflanze des Jahres 2020
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Fieberklee01kNachdem das mit den gemeinsamen Exkursionen in diesem Jahr etwas schwierig ist, möchten wir auf diesem Weg die Pflanze des Jahres 2020 vorstellen.

Der Fieberklee ist eine Pflanze der Moore, Sümpfe und Feuchtgebiete. Er bevorzugt feuchte, eher nährstoffarme und saure Lebensräume. Alles das, was man auf der Schwäbischen Alb nicht findet. Oder doch? Wie das gallische Dorf bei Asterix und Obelix wehrt sich ein Teil der Alb gegen die Vorherrschaft der kalkreichen, basischen Böden: der Albuch und das Härtsfeld. Die zuerst genannte Gegend ist noch Teil unseres Bearbeitungsgebietes und wird von uns botanisch betreut.

Daher ist uns der ansonsten auf der Alb exotische Fieberklee nicht fremd. Er wächst bei uns im Verlandungsbereich der dort noch häufigen Hülen. Wie schon an anderer Stelle geschrieben ist die Auszeichung „xy des Jahres" keine, auf die der Gewürdigte stolz sein kann. Vielmehr soll durch diese Wahl auf die Gefährdung der Pflanze, des Vogels oder des Schmetterlings – immer im Zusammenhang mit dem Lebensraum – hingewiesen werden.

Fieberklee02kDer Fieberklee ist in der Roten Liste als gefährdet eingestuft. Ursache des Rückgangs ist der Verlust seiner Lebensräume. Dadurch ist nicht nur die Symbolpflanze Fieberklee sondern mit ihm eine große Zahl spezialisierter Tiere und Pflanzen gefährdet. Nasse Wiesen und Moore wurden drainiert, die kleinen Hülen zugeschüttet und Gräben zu Abflussrinnen umgestaltet. Dazu kommt noch der Nährstoffeintrag aus Kläranlagen, der Landwirtschaft und über die Luft.

Ohne hier einen Namen zu nennen, sei an dieser Stelle einem unermüdlichen Kämpfer für den Erhalt dieser Biotope auf der Ostalb gedankt.

Übrigens: die dem Fieberklee nachgesagte fiebersenkende Wirkung konnte nicht nachgewiesen werden. Genauso wenig gehört er zu den Kleearten. Auch wenn seine Blätter wie riesige Kleeblätter aussehen.



24. Mai 2020 – Schmetterlinge rund um Geislingen

Vorgestern war der Internationale Tag zur Erhaltung der Artenvielfalt. Wir haben in den letzten 26 Tagen die Vielfalt der bei uns fliegenden Schmetterlinge – hauptsächlich Tagfalter – der Internet-Gemeinde auf Facebook und Instagram vorgestellt.

Nachdem die gemeinsamen Exkursionen in diesem Jahr bisher ausfallen mussten, versuchen wir eben den digitalen Weg zu bestreiten.
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Zu finden unter https://www.facebook.com/bnangeislingen/ oder https://www.instagram.com/bnan_geislingen/ Um die Inhalte komplett zu sehen, ist jedoch eine Anmeldung notwendig.

09. Mai 2020 – Naturkundliche Wanderung am Kornberg
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Anstatt eines Berichts über unsere gemeinsame Exkursion ein paar Bilder und persönliche Eindrücke vom Kornberg.

Die Talwiesen haben in dieser Woche zu einem sehr großen Teil den ersten Schnitt erhalten. Die Talwiesen ähneln daher gerade eher einem Fußballplatz. Einheitsgrün - sofern die Wiesen noch nicht gedüngt wurden.

Daher ist die Erwartungshaltung beim Aufstieg auf den Kornberg groß. Die dortigen artenreichen Blumenwiesen kennt der eine oder die andere aus Besuchen in vergangenen Jahren.

Jedoch: die Bilderbuchwiese war nicht zu finden. Die vorherrschende Farbe war der Silberglanz des verblühten Löwenzahns. Die Margueriten sind gerade am Aufblühen. Die an klimatisch günstigen Standorten Blühenden erinnern von der Statur eher an größere Gänseblümchen. Der Wiesenbocksbart gerade einmal 20 Zentimeter hoch. Nur der Wiesensalbei präsentierte sich in gewohnter Größe. Dafür hat der Boden so breite Risse, dass man beinahe aufpassen muss, um dort nicht hinein zu fallen.

Der zu warme und viel zu trockene April hat seine Spuren hinterlassen. Daher bleibt zu hoffen, dass der vergangene Samstag ein für einen Wiesenbesuch zu früh angesetzter Termin war und der für Montag prognostizierte Niederschlag – immerhin deutlich mehr als im gesamten April gefallen ist – die Wiesen noch erblühen lässt.

p.s. die Kugelige Teufelskralle hat die Stimmung wieder aufgehellt.
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22. April 2020 – Frühblüher rund um Geislingen

Im Moment ist das Vermitteln von Natur-Wissen etwas schwierig. Deshalb haben wir am 23. März begonnen auf unseren beiden social-media-Plattformen Facebook und Instagram täglich einen unserer heimischen Frühblüher vorzustellen. Hauptsächlich – aber nicht nur – für Grundschulkinder.
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Zu finden unter https://www.facebook.com/bnangeislingen/ oder https://www.instagram.com/bnan_geislingen/ Um die Inhalte komplett zu sehen, ist jedoch eine Anmeldung notwendig.

Übrigens: heute ist mal wieder ein Aktionstag - "Tag der Erde 2020". Da bietet es sich doch an auf die Vielfalt in unserer Natur hinzuweisen.


11. April 2020 – Märzenbecher und Grasfrosch im Roggental
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Unsere Exkursion ist aus bekannten Gründen ausgefallen.
Stattdessen gibt es hier einige Bilder vom Mordloch bis zur Teufelsküche. Hört sich schauerlich an, furchteinflößend war es aber nicht.
Die dominierende Farbe war das Grün des Bärlauches, unterbrochen von Gelben Windröschen und Hohlem Lerchensporn. Die Blätter der inzwischen verblühten Märzenbecher sind in der Masse des Bärlauchs beinahe verschwunden. Nachdem der See am Mordloch ausgetrocknet ist, war auch kein Grasfrosch zu sehen.
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28. März 2020 – Amphibienwanderung am Feuchtgebiet Turm
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Unsere für heute geplante Amphibienwanderung mussten wir wegen Corona ausfallen lassen. So sehen wir eben nur einen einsamen Wanderer.
(Zur Beruhigung: das Bild ist vor den Beschränkungen entstanden).

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an unsere Helferinnen und Helfer, die Tag für Tag einsam und allein den Schutzzaun kontrollieren!

Wenn ihr wissen wollt, was ihr versäumt habt, dann müssen Sie hier ein Jahr nach unten scrollen. Oder bis nächstes Jahr warten. Da machen wir dann sicherlich wieder eine „Amphibienwanderung am Feuchtgebiet Turm".

Bleiben Sie gesund!





16. März 2020 - Absage unserer beiden nächsten Exkursionen

Unsere Veranstaltungen am 28.03.2020 "Amphibienwanderung am Feuchtgebiet Turm" und am 11.04.2020 "Märzenbecher und Grasfrosch im Roggental" finden leider nicht statt. Ebenso entfällt die gemeinsame Exkursion aller BNAN-Gruppen am 05.04.2020 "Unteres Lautertal".
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14. März 2020 - Aufbau des Amphibienschutzzaunes bei Grünenberg
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Unser Amphibienschutzzaun steht!

Dank des beherzten Einsatzes von einem Dutzend Helferinnen und Helfern konnten wir in dieser Woche unseren „Krötenzaun" aufbauen.
Es ist schön, dass sich in dieser ungewissen Zeit noch Menschen zusammenfinden, die auch an unsere gefährdeten Frösche, Kröten und Molche denken und sich für deren Schutz einsetzen.

Passt in den nächsten Wochen auf Euch auf! Bitte passt aber auch nachts auf unsere Lurche auf!
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20. Januar 2020 - Gehölzpflege Feuchtgebiet Turm, Grünenberg
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Was machen wir Schwaben am liebsten? Schaffa!

Turm2020-01 02kNachdem man in diesem Winter keinen Schnee schippen kann, muss eine andere Betätigung gefunden werden. Möglicherweise ist dies die (betriebswirtschaftlich nachvollziehbare) Überlegung von manchem kommunalen Bauhof. Wir wollen hier aber nichts unterstellen.

So einfach haben wir es uns nicht gemacht.

Wir haben lange miteinander gerungen, ob und in welchem Umfang wir eine Gehölzpflege-Maßnahme an unserem Feuchtgebiet durchführen.

Turm2020-01 03kAuf der einen Seite bot das zu bearbeitende Grundstückseck einen harmonischen, idyllischen Anblick, andererseits beschatten die immer größer werdenden Bäume den Teich und die Hecken immer mehr und reduzieren die Wertigkeit der Biotope.

Wollen wir den Status Quo erhalten, der durch das Wachstum der Bäume eigentlich keine für alle Zeiten feste Konstante ist, oder wollen wir unser wertvolles Biotop für die dort vorkommenden FFH-Arten, wie beispielsweise den Kammmolch, weiterentwickeln?

Die Lösung in diesem Fall ist der Mittelweg und ein umsichtiges Handeln des Mannes an der Motorsäge. Auch dem aufmerksamen, am Turm Vorbeiwandernden wird nicht auffallen, dass drei oder vier Bäume fehlen. Wir haben aber so viel Licht gewonnen, dass sich erstens die Hecke wieder nach innen belauben kann und dichter wird und zweitens der Teich einige wichtige Sonnenstrahlen zusätzlich erhält.


01. Januar 2020 – unser neustes Jahresheft liegt vor
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Pünktlich zum Jahreswechsel ist unser Jahresheft mit der Nummer 39 erschienen.

Inhalt:
  • Rückblick auf 40 Jahre BNAN Bezirksgruppe Geislingen
  • Unsere Tätigkeiten im Jahr 2019
  • Warum wir Wiesen mähen?
  • Feldflorareservat Unterböhringen


und vieles andere mehr!



Haben wir Ihr Interesse geweckt? Durch klicken auf das Heft gelangen Sie zur online-Ausgabe des kompletten Jahresheftes!





24. Dezember 2019 – Unser Jubiläumsjahr neigt sich dem Ende zu
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Vor 40 Jahren – im Frühjahr 1979 – wurde die Bezirksgruppe Geislingen des BNAN ins Leben gerufen.

Jetzt haben wir also die für den Schwaben – und für die Schwäbin – bedeutende Alters-Schwelle überschritten.

In diesem Jahr haben wir eine weitere Schwelle überschritten: von unseren ehrenamtlichen Helfern wurden seit Bestehen der Bezirksgruppe über 27.000 Stunden Naturschutzarbeit geleistet.

Hierfür nochmals ein ganz herzliches Dankeschön!

Mit dem winterlichen Bild unseres Feuchtgebietes Turm, das wir auch schon seit September 1979 betreuen, wünschen wir

allen unseren Helfern, allen Mitgliedern, allen Freunden des BNAN, allen Besuchern unserer Homepage, allen Besuchern unserer Seiten auf Facebook und Instagram

frohe Weihnachten und ein gutes, gesundes neues Jahr!



07. Dezember 2019 - Jahresprogramm 2020

Jahresprogramm 2020Am gestrigen Nikolaustag haben wir das Jahrprogramm 2019 mit einem Bilderrückblick, Kaffee, Nusszopf und Gutsla gemütlichst abgeschlossen.


Höchste Zeit, das Programm für das neue Jahr auf unserer Homepage einzustellen.


Dank unserer Kreativabteilung können wir für diejenigen, die lieber etwas in den Händen halten wollen, unser Jahresprogramm 2020 auch als Download zur Verfügung stellen.


Einfach hier oder auf das Bild klicken!








16. November 2019 - Biotoppflege Feuchtgebiet Turm, Grünenberg
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Im Gegensatz zu den feuchten und kalten Vorjahres-Biotoppflegearbeiten an unserem Feuchtgebiet „Turm" bei Gingen haben wir bei unserem heutigen Arbeitseinsatz einen trockenen Nachmittag erwischt.
Im Gegensatz zu den Vorjahren, wo es das einzige Ziel war „schnell wieder ins Trockene und Warme zu kommen", haben wir uns für dieses Jahr noch einiges vorgenommen. 1. mähen und abräumen der Grasflächen, 2. teilweise mähen der Schilfflächen, 3. auslichten der Ufergehölze, 4. schneiden der Kopfweiden und 5. errichten einer Trockenmauer. Das alles um das wertvolle Biotop zu erhalten bzw. die Biotopstrukturen zu verbessern.

Nachdem es uns mühelos gelungen ist, Mitte November nochmals 11 Helfer auf die Fläche zu bringen, können wir hinter allen vorgenommenen Punkten einen Haken machen.

Mit der heutigen Biotoppflege ist unsere diesjährige Pflegesaison abgeschlossen. Ganz herzlichen Dank an alle unsere Helferinnen und Helfer! Ohne euren Einsatz können wir nicht seit 40 Jahren aktiven Biotopschutz betrieben!
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19. Oktober 2019 – Biotoppflege Gostalwiese, Unterdrackenstein
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Heute haben wir unsere letzte fest terminierte Biotoppflege abgeschlossen.

Gostal19-03kWolltest Du uns in diesem Jahr mal helfen, hast aber bisher keine Zeit gefunden?
Macht nichts: wir haben noch einen Bonus-Pflegeeinsatz anzubieten!

Am 16. November sind wir an unserem Feuchtgebiet Turm zum Mähen und Abräumen. Wenn das Wetter mitspielt wollen wir noch eine Trockensteinmauer für die dort vorkommenden Eidechsen errichten. Treffpunkt ist um 13 Uhr am Parkplatz „ehemaliger Grünsammelplatz" an der Straße Gingen nach Grünenberg.


12. September 2019 – Biotoppflege Weigoldsberg Heide, Reichenbach im Täle
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Alles richtig gemacht!
Eigentlich sind wir sehr termintreu. Jedoch hat uns am letzten Samstag das Wetter die geplante Biotoppflege auf unserer Weigoldsbergheide total verregneten. Dann hilft nur ein Ersatztermin. Der fand heute bei fast hochsommerlichen Temperaturen und herbstlich gefärbten Bäumen statt. Indian Summer auf der Alb! Da kann sich dann das Nach-Arbeits-Vesper zeitlich etwas ausdehnen. After-work-chillen in frischer Luft – empfehlenswert!
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28. September 2019 - Biotoppflege Talbachwiese, Unterböhringen
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Die Mühen der Ebene!
Wir sind zur Abwechslung von unseren steilen Wiesen in die Talaue hinabgestiegen. Leichter wurde unsere Biotoppflege trotzdem nicht. Die Energie, die wir durch nicht zurückgelegte Höhenmetern eingespart haben, die hat das feuchte und schwere Mähgut der Hochstaudenflur voll umfänglich aufgebraucht.

Da kann einem kurz das Trappatoni-Zitat in den Kopf kommen: „Flasche leer" – aber nur kurz: nächste Woche geht es wieder zur Biotoppflege. Dann wieder auf den Berg.
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14. September 2019 – Biotoppflege Galgenbergwiese, Bad Ditzenbach
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Galgenberg2019II-01kThe Times They Are A-Changin'" – inzwischen sind wir im Spätsommer angekommen.

Auch wenn sich die Zeiten ändern – so gibt es bei unseren Arbeitseinsätzen zwei verlässliche Konstanten. Wenn wir mit dem Abrechen anfangen finden wir ein g'mähtes Wiesle vor, wenn wir mit dem Abrechen fertig sind, dann wartet ein deftiges Vesper auf uns.

Herzlichen Dank an unsere special teams.



07. September 2019 – Biotoppflege Weigoldsberg Wiese, Hausen
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Halbzeitbilanz: 5 – 5.
5 Arbeitseinsätze haben wir in dieser Saison schon absolviert, 5 liegen noch vor uns. Eigentlich steht es zur Halbzeit 5:0. Fünf Mal angetreten, fünf Mal souverän zu Ende gespielt. Das wären dann mal 15 Punkte.

WGBW19-01kDas Erreichte ist jedoch keine Selbstverständlichkeit sonder eine Teamleistung. Wir möchten uns schon jetzt, zur Halbzeit, bei unserem hochmotiviertem Team für seinen Einsatz bedanken. Einem Einsatz der unentgeltlich in der Freizeit erfolgt.

Somit ist auch fast keine Kabinenpredigt notwendig.
Einem Akteur, der für sich eine Sonderrolle beansprucht, dem muss zur Halbzeit doch noch was gesagt werden: lieber Balkenmäher KM340: wir beanspruchen dich im Gelände zwar schwer, deshalb wirst auch nur du von zwei, nur für dich zuständigen Physiotherapeuten betreut. Du bist aber der einzige im Team der permanent irgendein Wehwehchen hat. Sei es ein gerissener Seilzug oder ein Gang, der sich nicht schalten lässt. Du musst unbedingt an dir arbeiten!

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24. August 2019 - Biotoppflege Galgenbergwiese, Bad Ditzenbach
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So, der heutige Biotoppflege-Einsatz wäre auch erledigt. Wir haben den ersten Teil der Galgenbergwiese bearbeitet.

Diese Woche sind wir gefragt worden, ob man Mitglied beim BNAN sein müsse, um mithelfen zu dürfen?
Ein klares NEIN. Die einzige Voraussetzung zur Mitarbeit ist ein klein wenig Interesse an unserer Natur und Lust an der Arbeit an der frischen Luft.

Gib dir einfach einen Ruck und komm zu einem unserer nächsten Pflegeeinsätze. Es warten lauter nette Leute auf dich.

Und wenn dann irgendwann aus einer Mithilfe eine Mitgliedschaft wird, sind wir natürlich auch nicht böse.
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17. August 2019 - Biotoppflege Kuhbergwiese, Nenningen
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Kuhberg19-01kDer Kreuzenzian-Ameisenbläuling (Phengaris rebeli) lebt in seltsamen Verhältnissen.
Zum einen hat er eine sehr enge Beziehung zum Kreuzenzian, nur an dem legt er seine Eier ab. Die Raupe frisst zunächst an den Blüten und Blättern des Enzians und lässt sich nach einigen Häutungen im Spätsommer auf den Boden fallen.

Dort wartet dann die nächste Beziehung im noch kurzen Leben des Kreuzenzian-Ameisenbläulings: Knotenameisen. Die Raupe imitiert den Geruch einer speziellen Knotenameisenart, und lässt sich von dieser in das Ameisennest tragen.
Kuhberg19-02kIm Nest ernährt sie sich von der Ameisenbrut, hält mit den Ameisen Winterruhe und verpuppt sich im nächsten Frühjahr. Der frisch geschlüpfte Falter muss dann schnellstens das Ameisennest verlassen, da ihm der tarnende Ameisengeruch fehlt.
Diese Dreiecksbeziehung muss jedoch noch vergrößert werden, haben doch die Knotenameisen und der Kreuzenzian weitere Beziehungen zu anderen Lebewesen. Die Knotenameise beispielsweise zu Blattläusen, die sie melken, der Kreuzenzian zu ihn bestäubenden Bienen. All das und noch manches mehr muss man berücksichtigen, wenn man die Ökologie des Schmetterlings erfassen will.

Wer in einem so komplizierten Beziehungsgeflecht lebt und dazu noch einen kleinen Flugradius hat, hat es schwer. Daher gilt der Kreuzenzian-Ameisenbläuling in Deutschland als „stark gefährdet" (Rote Liste Kategorie 2).

Kuhberg19-03kBei unserer Biotopflege achten wir darauf, dass die Pflanzen des Kreuzenzians nicht abgemäht werden. Eine mühselige und anstrengende Aufgabe für unser Mähpersonal, aber auch für die Abrecher, die um die stehen gelassenen Altgras-Inseln herum rechen müssen.

Aber: was tut man nicht alles für den Kreuzenzian-Ameisenbläuling und seine komplizierten Beziehungs-Verhältnisse. Und: so nebenbei profitieren auch noch die ehemaligen „Allerweltsarten", die in der intensiv bewirtschafteten Landschaft keinen Lebensraum mehr finden, von unseren Biotop-Erhaltungs-Maßnahmen.


10. August 2019 - Biotoppflege Feuchtgebiet Turm, Grünenberg

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Turm19-2-01kWeine nicht, wenn der Regen fällt ...

... denk daran, du bist nicht allein ....

Zwei Unentwegte haben den heutigen Faulpelz-Tag ignoriert, dem Wetter getrotzt und die letzte Woche begonnene Biotoppflege in unseren Weihern am Turm abgeschlossen.

Mitleid mit den beiden ist jedoch fehl am Platz:
zum einen war es warm, zum anderen machen wir die Biotoppflege freiwillig!



03. August 2019 – Wunschkonzert bei den Arbeitseinsätzen

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An diesem Samstag hatten wir die Qual der Wahl: trocken oder nass.
Die dem Trockenen zugeneigten Helfer haben die Hangwiese im Rohrachtal, die am Vortag beim Schülerferienprogamm noch erforscht wurde, abgerecht, die wasseraffinen Kollegen haben sich währenddessen um die üppig wachsenden Pflanzen in unseren Teichen am Turm bei Grünenberg gekümmert.
Während die trockene Gruppe ihren Pflegeeinsatz auch trocken zu Ende brachte, wurde die nasse Gruppe nicht nur von unten feucht sondern zum Schluss auch noch von oben nass.


02. August 2019 – Schülerferienprogramm: Frauenpower im Rohrachtal
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Unser Beitrag „Unterwegs im Rohrachtal" beim Schülerferienprogamm der Stadt Geislingen hat eine lange Tradition. In diesem Jahr hatten wir eine Premiere: eine reine Mädchengruppe.

SFP2019-01kEine kleine, aber feine Gruppe junger Damen erkundete mit uns die Biotope im Rohrachtal, dieses Jahr schwerpunktmäßig die Insektenwelt der dortigen Hangwiese. Wir haben verschiedene Schmetterlinge, zum Beispiel Kaisermantel, Admiral und Schachbrettfalter sowie Grashüpfer, Wildbienen und Wespenspinnen gefunden.
Wobei die Wespenspinnen, die acht Beine haben, nicht zu den Insekten gehören. Die Insekten haben bekanntlicherweise nur sechs.
Wir haben auch noch zwei Bildschleichen gefunden, eine kleine braune und eine große, die mehr grau war.

Angst, weder vor den Spinnen noch vor den Schleichen hatte niemand – Frauenpower eben!


27. Juli 2019 – Biotoppflege Haarbergwiese, Reichenbach im Täle

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Haarberg19-01kUnikeonpäivä!
Am 27. Juli wird in Finnland „Unikeonpäivä – der Tag der Schlafmütze" gefeiert. Wir sind aber nicht in Finnland – deshalb sind alle unsere Helfer pünktlich um 9.00 Uhr putzmunter und topfit zum Arbeitseinsatz auf der Haarbergwiese erschienen, obwohl am Morgen leise an die Fenster trommelnde Regentropfen zum „länger im Bett verweilen" animiert haben.
Mit Beginn unserer Biotoppflege ist dann der Regen zu Bett gegangen, so dass wir bei optimalen Wetterbedingungen den Pflegeeinsatz im Handumdrehen erledigt haben.


13. Juli 2019 - Biotoppflege Sielenwangwiese, Auendorf

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„Es ist unsere Verantwortung, die Welt zu einem besseren Ort zu machen."
Megan Rapinoe, Kapitänin der US-Fußballweltmeisterinnen 2019
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Wir fangen mal klein an, und arbeiten daran, dass die Lebensräume unserer Tiere und Pflanzen nicht schlechter werden.
Der Anfang für dieses Jahr ist mit unserem heutigen Pflegeeinsatz auf der Sielenwangwiese gemacht.

Die nächsten Biotoppflege-Termine:

27. Juli: Haarbergwiese, Reischenbach
17. August Kuhbergwiese, Nenningen
24. August Galgenbergwiese, Bad Ditzenbach

Wenn Du Lust hast, beziehungsweise wie Megan Rapinoe es formuliert, die Verantwortung empfindest, ein wenig zum Biotopschutz beizutragen, dann komm doch einfach mal bei einem unserer Arbeitseinsätze vorbei.

04. Juli 2019 - Feldflorareservat Unterböhringen

Schutzacker19kIn der aktuellen Ausgabe – Juli 2019 - vom „koi – Das Stadtmagazin aus Geislingen" findet sich ein lesenswerter Artikel über das vom BNAN initiierte Feldflorareservat bei Unterböhringen.

Das koi ist bei über 200 Auslagestellen in Geislingen und um Geislingen kostenlos erhältlich, beispielsweise im Kopier-Zentrum in der Geislinger Bahnhofstraße.

Der Artikel über das Feldflorareservat lässt sich, solange die Juli-Ausgabe die aktuellste Ausgabe ist, auch online zu finden.


23. Juni 2019 - Schachbrettfalter - Schmetterling des Jahres 2019

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Als Hauptflugzeit des Schachbrettfalters wird für die Schwäbische Alb Juli und August angegeben. (Günther Ebert: Die Schmetterlinge Baden-Württembergs – Band 2).

Schachbrett19-01kVielleicht haben es die Falter in diesem Jahr eiliger, weil sie wissen, dass sie zum Schmetterling des Jahres 2019 gewählt wurden. Genaues weiß man nicht. Sicher ist jedoch, dass die ersten Schachbrettfalter über unseren Wiesen gaukeln.

Was die Schmetterlinge sicher nicht wissen: der Titel „... des Jahres ..." ist kein Ehrentitel, sonder weist auf die Bedrohung der Art hin.
Für das Vorkommen des Schachbretts sind magere Wiesen, die nicht vor Mitte Juli gemäht werden, entscheidend. Denn nur dort lässt das Weibchen seine Eier einzeln zu Boden fallen. Schachbrett19-02kWenn dann noch violette Blumen, etwa Skabiose oder Flockenblume zur Nektaraufnahme vorhanden sind, dann kommen wir dem Schachbrett-Paradies schon sehr nahe.

Die Wirklichkeit sieht über weite Landstriche leider anders aus: durch intensive Düngung und häufige Mahd sind solche Wiesen inzwischen selten geworden.

Der BNAN erhält durch seine arbeitsintensive Biotoppflege die für unsere Schmetterlinge überlebensnotwendigen mageren, blumenreichen Wiesen.

Unser erster Pflegeeinsatz ist am 13. Juli um 9.00 Uhr auf der Sielenwangwiese bei Auendorf. Haben Sie Lust zwei Stunden Ihrer Freizeit für unsere Natur zu opfern? Dann kommen sie doch einfach mal vorbei. Als Entschädigung gibt es nach getaner Arbeit ein zünftiges Vesper.
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27. Juli - 10. August 2019 - Naturschutzjugendlager im Steinhauser Ried, Bad Buchau

Jugendzeltlager2019kHast Du Lust auf 14 Tage Spaß, Natur und Abenteuer?

Willst Du gemeinsam etwas erleben und gemeinsam etwas bewegen?
Bist Du zwischen 14 und 20 Jahre alt?

Dann ist unser Naturschutz-Jugendzeltlager genau das Richtige für Dich!

Das Ganze kostet Dich 78,- Euro, wenn Du Mitglied im BNAN oder im BNO bist, sogar nur 48,- Euro.


Weitere Infos findest Du in unserem Anmeldeflyer, den Du hier herunterladen kannst.


01. Juni 2019 - Exkursion ins Wassertal bei Hohenstadt

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Tief im Westen, wo die Sonne ... Oh, falsche Himmelsrichtung, falsches Lied! Ab in den Süden – die Himmelsrichtung würde passen, das Lied als Gesamtes ist zur Gänze unpassend. Dann doch lieber die musikalische Begleitung durch Feldlerchen und Grillen. Das passt immer.

Ab in den Süden ... Wir waren im südlichsten Zipfel des Landkreises Göppingen, gleichzeitig auf der Gemarkung der am höchsten gelegenen Gemeinde im Landkreis. Abseits des mittleren und unteren Filstales mit seinen beinahe zusammengebauten Ortschaften, mit seiner Industrie. An der Grenze der Regierungsbezirke Stuttgart und Tübingen. Wäre man überheblich, könnte man zu Fuchs und Hase und zum „Gute-Nacht-Sagen " kommen oder mutmaßen, dass dort die Zeit stehen geblieben wäre.

Wassertal02kDie stehen gebliebene Zeit war der Grund für unsere Exkursion ins Wassertal. Im Wassertal gibt es in der flurbereinigten Landschaft noch einige wenige Relikte der sonst überall verschwundenen blumenreichen Mähwiesen.

Fast wären diese Pflanzenparadiese auch verschwunden – liegen sie doch weitab von den zuständigen Institutionen in der Kreishauptstadt.
Glücklicherweise hat sich im letzten Jahr der LEV Göppingen den Wiesen im Wassertal angenommen.

So konnten wir das Resultat der Erstpflege besichtigen: ein bunter Mix aus Eiszeitreliktpflanzen, beispielsweise Gebirgs-Hahnenfuß und Knöllchensteinbrech, Pflanzen trockener Standorte wie Küchenschelle oder der Kleinen Wiesenraute in unmittelbarer Nachbarschaft zu feuchtigkeitsliebenden Pflanzen wie der Trollblume und dem Schlangenknöterich.
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22. Mai 2019 - "Internationaler Tag zur Erhaltung der Artenvielfalt"

Heute ist „Internationaler Tag zur Erhaltung der Artenvielfalt".
Ohne viele Worte – ein paar Schmetterlings-Bilder von unseren Wiesen.

Wir versuchen durch unsere Biotoppflege Lebensräume zu erhalten. Dies ist für den Erhalt der Artenvielfalt nur – wenn überhaupt – ein Tröpfchen auf einem sehr großen heißen Stein.

Die Weichen zum Erhalt der Biodiversität muss die Politik stellen: durch eine Agrarpolitik, die den ökologischen Belangen der Natur ein höheres Gewicht beimisst, ohne die ökonomischen Belange der bäuerlichen Landwirtschaft zu vernachlässigen.

Die Bayern haben vorgemacht wie Politik verändert werden kann - wir können es auch!

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11. Mai 2019 - Pflanzenexkursion am Fränkel, Unterböhringen - "Auf den Spuren von Dr. Engel"

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An Tagen wie diesen ist die Erwartung ans Wetter nicht allzu hoch – zurzeit sind schließlich die Eisheiligen.

In Zeiten wie diesen ist die Erwartungshaltung unserer Teilnehmern zu Recht realistisch verhalten.
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Das, was Pfarrer Dr. Theodor Engel an Pflanzenpracht im 1896 erschienen Buch „Wanderungen durch Geislingen und seine Umgebung" für den Fränkel schildert, ist leider – wie überall – so nicht mehr vorhanden.

„Umso mehr aber vergesellschaftet sich die Traubenhyazinthe mit unserem Enzian, indem die Bergwiesen der Alb oft ganz dunkelblau angehaucht erscheinen von den Millionen dieser Blüten".


Er zählt dann auf: Kleines Knabenkraut, Mücken- und Wohlriechende Händelwurz, Zweiblättrige Waldhyazinthe, Großes Zweiblatt, Kugel-Knabenkraut, Brand-Knabenkraut, Mücken- und Spinnenragwurz, sowie Arnika, Kleines Mädesüß, Bergklee und Trollblumen.

Fränkel19-03kAlle die bisher genannten findet man neben einander auf den Bergwiesen des Fränkels (Grünenberg), der um diese Zeit recht eigentlich einem botanischen Garten gleicht und von dem Blumenfreund in jedem Frühling besucht werden sollte."

Dieser Satz macht den Unterschied zu heute aus. Auch wenn am Fränkel noch reicher strukturierte Lebensräume vorhanden sind – Schafweiden, Wacholderheiden, Streuobstwiesen, Mähwiesen, Hecken, Wegsäume und Wälder - so ist doch Engels „botanischer Garten" über 120 Jahre später nur noch in spärlichen Resten vorhanden.

Gefunden haben wir von den bei Dr. Engel aufgezählten Blumen noch blühende Traubenhyazinthen und Frühlingsenziane, aufblühende Pflanzen des Große Zweiblatts und Grundblätter der Waldhyazinthe, sowie die ersten aufblühenden Helmknabenkräuter.

Fränkel19-05kAn Tagen wie diesen – in der ersten Maidekade – kehren die letzten der Langstreckenzieher unter unseren Zugvögeln zu uns zurück. Da am 11. Mai nicht nur Mamertus - der Erste der Eisheiligen – ist, sondern auch Weltzugvogeltag der Vereinten Nationen ist, haben die Ornithologen unter unseren 23 Teilnehmern immer mal wieder unauffällig in die Hecken und Bäume des Fränkels geschielt, bzw. die Ohren gespitzt. Die Ausbeute: Baumpieper, Wendehals, Halsbandschnäpper und für die Meisten als diesjährige Erstbeobachtung einen männlichen Neuntöter.

Fazit: Das Wetter hat unsere Erwartungen übertroffen, Flora und Fauna am Fränkel sind immer noch sehenswert, die Aussicht vom Fränkel sowieso gigantisch.

Trotzdem scheint es höchst fraglich, ob die Zeile des Liedes „an Tagen wie diesen, haben wir noch ewig Zeit", auch für unsere Pflanzen, Insekten, Amphibien, Vögel und Säugetiere gilt.
Wohl eher nicht.

Wenn Sie sich aktiv für den Erhalt der letzten Biotope der Schwäbischen Alb einsetzen wollen, dann kommen Sie doch einfach mal bei einem unserer Pflegeeinsätze vorbei!
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01. Mai 2019 - Erlebniswandertag in Wiesensteig

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Wir haben am 1. Mai "hart" gearbeitet.
Schließlich ist am 1. Mai nicht nur „Tag der Arbeit" und Maifeiertag sondern auch der Erlebniswandertag in Wiesensteig. Letzteres schon zum 14. Mal.
Neben Landwirten, Förstern, Jägern und Imker war auch die BNAN Bezirksgruppe Geislingen mit einem Info-Stand an der 11 Kilometer langen Wanderstrecke vertreten.
Den unzähligen kleinen und großen Erlebniswanderern konnten wir die genauso vielen unzähligen Fragen zu unseren heimischen Pflanzen, Insekten, Amphibien und Reptilien und unserer Naturschutzarbeit voll umfänglich beantworten.
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13. April 2019 - Exkursion zu den Frühblühern im Eselsburger Tal

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Wenn Engel am "Internationalen Ehrentag der Pflanze" reisen ....
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.... lacht der Himmel.

Zumindest meistens: Es hat dann doch noch 200 Meter vor unserem Ziel angefangen zu tröpfeln, zu schneien angefangen hat es, als wir wieder in Geislingen waren.


01. April 2019 - Haarberg, Reichenbach im Täle

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wem ist es auch so gegangen?


30. März 2019 – Amphibienwanderung am Feuchtgebiet Turm, Grünenberg

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Amphibien Turm2019-02kAnnähernd 30 Besucher besuchten unsere Veranstaltung „Amphibienwanderung am Feuchtgebiet Turm" – eine Veranstaltung mit doppeldeutigem Titel.
Für die Teilnehmer war es ein langsames Schlendern entlang des Amphibienschutzzaunes, verbunden mit der Kontrolle unserer Fangeimer. Auch die Länge des Weges war überschaubar.
Glücklicherweise hatte keiner unserer Teilnehmer eine stramme Wanderung bei sonnigem Frühlingswetter erwartet, alle wollten die wandernden Amphibien live erleben und kennen lernen.


Für das Kennenlernen der sogenannten Landtracht der am Turm vorkommenden Molche war auch in diesem Jahr Amphibienexpertin Mia zuständig, heuer unterstützt von Leonie.

Amphibien Turm2019-04k- Großer, dunkler Molch mit schwarzen Flecken auf der gelb bis gelborangenen Unterseite – Kammmolch–Weibchen
- Etwas kleiner, mit silbrigem Steifen am Schwanz – Kammmolch-Männchen
- Kleiner, dunkelgrau-braungrün marmorierte Oberseite, orangene Unterseite ohne Punkte – Bergmolch-Weibchen
- Noch kleiner, schwarzblaue Oberseite mit schwarz-weiß gepunkteten Flanken, orangene Unterseite – Bergmolch-Männchen
- Kleiner braun-beiger Molch mit kleinen dunkleren Tupfen – Teichmolch-Weibchen
Amphibien Turm2019-03k- Noch kleiner, schlanker wirkender braun-beiger Molch mit großen dunklen Punkten auf der Unterseite – Teichmolch-Männchen

Der Bergmolch ist Lurch des Jahres 2019 – obwohl er in Mitteleuropa noch relativ häufig ist.
Die Bestände der anpassungsfähigen Art – ihm genügen Kleingewässer unterschiedlichster Art, wie wassergefüllte Fahrspuren, Tümpel oder Straßengräben zur Fortpflanzung – gehen jedoch wie die aller Amphibien stetig zurück. Ursächlich ist das Verschwinden der Laichgewässer, sowie direkte Verluste der wandernden Tiere im Straßenverkehr.

Wir haben es in der Hand unseren Amphibien auch weiterhin eine für sie lebenswerte Natur zu erhalten.


22. März 2019 – Weltwassertag: BNAN-Gostalwiese, Unterdrackenstein

Über unsere Wiese im Gostal bei Unterdrackenstein darf das Wasser frei fließen und sich mit der Dynamik eines kalkreichen Baches seinen Weg immer mal wieder neu gestalten.
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Leider scheint die Zeit des abseits der Hektik unserer Zivilisation gelegenen Naturidylls abzulaufen. Direkt über die Goswasserfälle und unser Wiesegrundstück (immerhin ein geschütztes Naturdenkmal) soll, so der momentane Planungsstand, die 6-spurige Gostalbrücke des neuen Albaufstiegs der Autobahn A8 gebaut werden.
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09. März 2019 – BNAN Bezirksgruppe Geislingen feiert 40-jähriges Bestehen

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Galgenberg82kAnfang März 1979 standen „Freddy Fröhlichs Partylöwen" mit ihrem Album „Hithaus Ramba Zamba" ganz oben in den deutschen Album Charts. – Dies scheint jedoch eine Eintagsfliege ohne jede Nachhaltigkeit gewesen zu sein.

Gänzlich anders die Entwicklung der BNAN Bezirksgruppe Geislingen, die am 9. März 1979 im Cafe Löwen in Gingen an der Fils gegründet wurde. Wir bestehen heute seit 40 Jahren. 40 Jahre in denen sich unsere Mitglieder aktiv und nachhaltig um unsere heimische Natur kümmern.

Sielenwangwiese16kWar es früher die Erhaltung von Einmaligem und Außergewöhnlichem, so geht es heute im Zeitalter des Insektensterbens um die Erhaltung von Resten dessen, was einst überall vorhanden und selbstverständlich war.

In den vergangenen 40 Jahren haben wir uns mit über 26.000 Arbeitsstunden auf unseren vereinseigenen Grundstücken, auf Pacht- und Patenschaftsgrundstücken und Flächen der öffentlichen Hand im Sinne des Naturschutzes eingebracht.


Turm79kWer hat die 26.000 Arbeitsstunden geleistet?
Sage und schreibe 220 unterschiedlichste Menschen. Dabei ist es unerheblich, ob es nur die Beteiligung bei einem Arbeitseinsatz war, oder ob – als anderes Extrem – vier unserer Gründungsmitglieder auch nach 40 Jahren noch aktiv bei unserer Biotoppflege mitarbeiten.

Was zählt ist die Bereitschaft sich aktiv für die Natur zu engagieren, ein wenig seiner Freizeit zu „opfern". Mitglied im BNAN muss keine unserer Helferinnen, keiner unserer Helfer sein.

Turm11kSeinen Kontakt mit dem BNAN beschreibt unser noch neues Mitglied Markus in unserem Jahresbericht 2018 (Nr.38) so: „Und selbstverständlich erfolgte eine herzliche Einladung zum nächsten Pflegeeinsatz der Bezirksgruppe, die ich gerne annahm. Die Kameradschaft unter den Aktiven, die Ziele der Gruppe und die Arbeit haben mit gleich so gut gefallen, dass ich weitere Einsätze gerne mitmachte – und inzwischen Mitglied im Verein bin."




Apropos Jahresbericht 2018: wir betreiben zwar konservierenden Naturschutz, sind aber trotzdem auf Höhe der Zeit – siehe die Vergleiche des ersten und neuesten Jahresberichtes, die des Balkenmähers in den Anfangszeiten mit dem jetzigen, oder auch den Wandel der Arbeitsgeräte beim Gestalten unseres Amphibienschutzgebietes „Turm".

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Für die nächsten 40 Jahre suchen wir weitere Mitstreiter/innen, die mithelfen die blütenreichsten Wiesen im Landkreis Göppingen zu erhalten. Zugegeben: 40 Jahre sind in einer immer stressiger werdenden Welt ein ambitioniertes Ziel und Zeit freizuschaufeln nicht immer ganz einfach. Es lohnt sich aber, sowohl für unsere Tier- und Pflanzenwelt als auch als sinngebende Beschäftigung für einen selbst. Wir können ja mal klein anfangen: nehmen Sie sich doch einfach vor, dieses Jahr bei einem der BNAN-Pflegeeinsätze mitzuhelfen.

Feldflorenreservat18kÜbrigens: wir kümmern uns nicht nur um Orchideen.
Zur 40-jährigen Erfolgsgeschichte der BNAN-Bezirksgruppe Geislingen zählt auch das Feldflorenreservat bei Unterböhringen, das von uns initiiert wurde und von einem örtlichen Landwirt bearbeitet wird. Naturschutz und Landwirtschaft muss kein Gegensatz sein.
Es bleibt zu hoffen, dass diese Erkenntnis auch in den zuständigen Ministerien im Land, Bund und in Brüssel Einzug hält. Dort wurde der Natur- und Artenschutz bisher als hemmendes Randthema abgetan.


02. März 2019 – Aufbau des Amphibienschutzzaunes bei Grünenberg

Turm Zaun2019kAm Sonntag, 3. März, wurde der „Internationale Tag des Artenschutzes 2019" begangen.

„Der Erhalt der biologischen Vielfalt ist eine der drängendsten Fragen und verlangt das Handeln der gesamten Gesellschaft", so der baden-württembergische Landwirtschaftsminister (Link zur Quelle), während er zeitgleich einen offenen Disput mit seinem Kabinettskollegen Umweltminister darüber austrägt, welches Ministerium denn die richtigen Maßnahmen gegen das Artensterben hat. (Link zur Quelle)

Wir halten keine Sonntagsreden, wir machen lieber aktiven Artenschutz!




02. Februar 2019 - Welttag der Feuchtgebiete

Turm2019-01kDie UNESCO hatte 1997 bei der Wahl des 2. Februars als Datum für den „World Wetlands Day – dem Welttag der Feuchtgebiete" sicherlich nicht unser kleines Feuchtgebiet Turm im Blick. Für den 2. Februar hat sich die UNESCO bewusst entschieden, da am 2. Februar 1971 die Ramsar-Vereinbarung als völkerrechtliches Vertragswerk zum Schutz der Feuchtgebiete verabschiedet wurde.

In Süddeutschland sind unter anderem das Wollmatinger Ried am Bodensee und das Donaumoos nach der Ramsar-Konvention wegen ihrer ökologischen Bedeutung geschützt.

Unser Feuchtgebiet Turm hat diese internationale Bedeutung nicht. Dafür eine regionale. Im FFH-Gebiet „Filsalb" ist es das ökologisch wertvollste Feuchtgebiet und für unserer Amphibien überlebensnotwendig. Teich-, Berg- und Kammmolch, Gras- und Teichfrosch sowie Erdkröten laichen in unseren Teichen ab, die Gelbbauchunke in unmittelbarer Nähe. Auch die Artenvielfalt der Libellen kann sich sehen lassen: inzwischen wurden am Turm 31 Libellenarten beobachtet, 1/3 der bislang in Deutschland gefundenen Arten.

Der biologischen Vielfalt steht in unserer Grundstücksbilanz eine Zahl gegenüber: 2.700. Über 2.700 Stunden haben wir seit 1979 in die Erhaltung und Verbesserung des Feuchtgebietes Turm investiert.

Schön, dass es so einen Tag gibt, der die Bedeutung der Feuchtgebiete in das Bewustsein rückt!

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