Aktuelle Termine

Rückblick auf das BNAN-Jahr der Bezirksgruppe Geislingen
Fr 09.Dez, 2022
19:30 Uhr

Bund Naturschutz Alb-Neckar e.V. Bezirksgruppe Geislingen

05. November 2022 - Biotoppflege Gostalwiese, Unterdrackenstein
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Unter den neugierigen – anfangs leicht kritischen – Blicken unserer Nachbarn haben wir Anfang November unsere Gostalwiese gepflegt.

Eigentlich ist die Gostalwiese mehr ein Wiesle. Die es aber in sich hat! So krumm und bucklig, dass wir dort nicht mit dem Balkenmäher mähen können, sondern mit Freischneidern mähen müssen.
Zusätzlich ist der Bewuchs auf dieser feuchten Wiese, im Übergangsbereich zum frei fließenden Bächlein Gos gelegen, eine Herausforderung.
Hohe Stauden, hohes Rohrglanzgras ergeben abgemäht eine schwere Biomasse, die von Hand von der Fläche geschafft werden muss.

Wir haben bei unserer letzten Biotoppflege in dieser Saison noch mal richtig Gas gegeben. Wissend, dass wir auch dieses Mal von unserem Vesperbuben nach getaner Arbeit mit einem zünftigen Freiluft-Vesper belohnt werden.

Summer has ended – zumindest unser Biotoppflege-Sommer 2022.

Vielen Dank an alle unsere Helferinnen und Helfer. Vielen Dank, dass ihr so viele Samstage, so viele Stunden zum Erhalt unserer Artenvielfalt „opfert". Vielen Dank für euren Einsatz!
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31. Oktober 2022 – Biotoppflege Kuhbergwiese, Nenningen
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Feierabend! Auf dem Weg zum verdienten Vesper!

Ähm? Ist da nicht was durcheinander geraten? Kommt nicht vor dem zünftigen Vesper zuerst die Biotoppflege?

Das stimmt natürlich! Jedoch ist in diesem Jahr auf der Kuhbergwiese nicht nur die Reihenfolge der Bilder durcheinander geraten, sondern unsere gesamte Einsatzplanung. Der Krankheit, deren wir alle überdrüssig sind, geschuldet.
Uns hat es sehr erfreut, dass spontan neun Frauen und Männer ihren freien Brückentag geopfert haben um den einige Male verschobenen Arbeitseinsatz durchzuführen.
Zur Belohnung gab es nicht nur das obligatorische Vesper sondern auch noch einen wunderschönen Spätsommertag.
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29. Oktober 2022 – Biotoppflege Feuchtgebiet Turm, Grünenberg
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27,3 Grad! Die heute von der privaten Wetterstation Geislingen gemessene Höchsttemperatur.
Ob es an unserem Feuchtgebiet Turm auch so warm war? Wir wissen es nicht!
Aber auch am Turm – immerhin fast 100 Meter höher als die Geislinger Altstadt gelegen - waren noch einmal T-Shirts angesagt.

Wir haben die dortigen Pflegearbeiten, die wir aus Rücksichtnahme auf unsere Amphibien möglichst spät im Jahr durchführen, oft anders erlebt: neblig, feucht und klamme Kälte.

Umso leichter ist uns heute bei idealer Betriebstemperatur das Abräumen des gemähten Schilfes, der Brombeerranken und des Grases von der Hand gegangen.
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08. Oktober 2022 - Biotoppflege Weigoldsberg Heide, Reichenbach im Täle
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WGBH2022-01kAlso doch! Die Sonne ist noch unser Freund!
Nach mehreren verregneten Biotoppflegen hat uns das Wetter mit einem sonnigen Indian-Summer auf unserer Weigoldsberg-Heide mehr als entschädigt.

Vielleicht war das heute schon die Trendumkehr? Dann hätten wir am nächsten Samstag bei unserem letzten fest geplanten Arbeitseinsatz nochmals einen herrlichen Herbsttag. Wenn es nicht so kommt, halb so wild.

Wir sind am 15. Oktober auf der Kuhbergwiese bei Nenningen – bei fast jedem Wetter. Du auch?
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03. Oktober 2022 – Vogelzug am Fränkel – Birdwatch am Albtauf
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Nach zwei Regentagen war für den heutigen Feiertag Feiertagswetter vorhergesagt. Und dann das! Der Albtrauf so nebelverhangen, dass die wenigen, sich ins Ungewisse vorwagenden Zugvögel erst einmal umgekehrt sind. Ob das heute was wird mit unserer traditionellen Zugvogelbeobachtung am Fränkel?

Vogelzug22-01kJa! Das Wetter hatte Erbarmen mit den knapp 20 Vogelenthusiasten.
Immer weniger Nebel = immer mehr Zugvögel.
Hunderte Rauch- und Mehlschwalben – so viele hatten wir an einem 3. Oktober noch nie gesehen! Schwärme von Buchfinken, Stieglitzen, Kernbeißern und Erlenzeisigen, ein verspäteter Girlitz und einige frühe Bergfinken. Sing- Mistel- und Wacholderdrosseln. Heckenbraunellen und Heidelerchen, Schwanzmeisen und Hausrotschwänze. Einige wenige Mönchsgrasmücken und ein Zilpzalp komplettierten die Arten der durchziehenden Singvögel.

Es gibt am Fränkel aber nicht nur Zugvögel zu sehen. Die abwechslungsreiche Landschaft aus Wald, Streuobstwiesen und Weiden hat ihre eigene Vogelwelt: Grau- und Grünspecht, Mittelspecht und Buntspecht, Gartenbaumläufer und Eichelhäher, Turmfalke, Sperber und Mäusebussard, sowie zwei Vögel, die leicht an ihrer charakteristischen Schwanzform zu erkenn sind: der Rotmilan mit seinem tief gegabelten Schwanz und der Kolkrabe mit einem keilförmigen Schwanz.

Alles in allem über 30 verschiedene Vogelarten, und den ein oder anderen Admiral und Postillion, zwei Wanderfalter, die zielstrebig den Pass am Fränkel in Angriff genommen und überwunden haben.

Wer nicht dabei war hat etwas verpasst. Macht aber nichts – auch nächstes Jahr sind wir wieder am 3. Oktober am Fränkel um uns vom Vogelzug faszinieren zu lassen. Also: schon mal vormerken!
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24. September 2022 - Biotoppflege Galgenbergwiese, Bad Ditzenbach
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Galgenberg22-09-01k"I'm singin' in the rain

Just singin' in the rain

What a glorious feeling

I'm happy again."
(A. Freed / N.H. Brown)

Wir haben einen Lauf!
Vermutlich? Höchstwahrscheinlich!
Die letzten vier Biotoppflegen fallen in die Kategorie „feucht". Wir sind mal mehr, mal weniger nass geworden. Heute hat es „nur" vor sich hin genieselt.

Aber: deutlich mehr Women- und Man-Power als beim Arbeitseinsatz vor einer Woche + noch angenehmen Temperaturen = auch der zweite Abschnitt auf unserer Galgenbergwiese konnte perfekt erledigt werden. Haken dran!

Auf zum nächsten Biotop. In 14 Tagen sind wir wieder am Weigoldsberg bei Reichenbach. Bis dahin ist sicherlich auch wieder unser Balkenmäher fit. Wir mähen eben keinen ebenen Fußballplatz, sondern im anspruchsvollem Gelände. Da bleiben kleinere Abnutzungs-Schäden am Gerät nicht aus.
Auf unsere Grasrechen und Heugabeln wurde sehr gut aufgepasst. Vielen Dank in den Ditzenbacher Kapellenweg fürs Unterstellen.


17. September 2022 - Biotoppflege Weigoldsbergwiese, Hausen
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„Ich freue mich, wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch."

WGBW22-01kDiesem schönen Satz von Karl Valentin können wir in der Theorie zustimmen. Erst recht in einem Jahr, das bisher zu warm und viel zu trocken war.
In der Praxis haben wir uns jedoch ganz besonders gefreut, dass der Regen pünktlich mit Beginn unserer heutigen Biotoppflege aufgehört hat. Mindestens genauso hat es uns gefreut, dass sich einige Idealisten noch im strömenden Regen aufgemacht haben um beim heutigen Arbeitseinsatz auf unserer Wiese am Weigoldsberg mitzuhelfen.

Dass es dann beim gemeinsamen Abschluss-Vesper leicht zu nieseln begann – geschenkt!

WGBW22-02kMit diesem Pflegeeinsatz sind wir in der zweiten Halbzeit unserer Biotoppflegesaison angekommen.

Zeit für eine kleine Zwischenbilanz: das Team immer hochmotiviert. Egal bei welchem Wetter. Dessen Bilanz sieht in diesem Jahr deutlich schlechter aus.

Aber: mir schaffet au beim Rega, denn wenn mir et schaffet, dann regnets au. Aber – so viel Ehrlichkeit muss sein – mehr Spaß macht es an einem sonnigen Spätsommer- / Frühherbst-Tag.

Vielleicht ist schon nächsten Samstag das Wetter wieder auf unserer Seite? Dann sind wir auf der Galgenbergwiese bei Bad Ditzenbach. Du auch?


03. September 2022 - Biotoppflege Felsentalwiese, Geislingen-Eybach
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Über 200 Meter hoch steigen die steilen Flanken des engen Felsentals im Westen und Osten auf. Dass die von uns heute bearbeitete Felsentalwiese steil ist, das war keine Überraschung: wir pflegen das Biotop dort schon seit Jahrzehnten. Überrascht wurden wir von sintflutartigen Regenfällen kurz vor Ende unserer Pflegearbeiten, da das enge Tal nur den Blick auf einen kleinen Ausschnitt des Himmels freigibt.

Felsental2022-01kResümee des Samstag-Nachmittags:

• Biotoppflege erledigt
• das gemeinsame Vesper ist dem Unwetter zum Opfer gefallen
• nass bis auf die Haut ging es nach Hause

Was soll's!
In 14 Tagen machen wir auf unserer Weigoldsbergwiese bei Bad Überkingen-Hausen weiter. Dann sicherlich wieder mit einem gemeinsamen, zünftigem Outdoor-Vesper zum Abschluss.


20. August 2022 - Biotoppflege Galgenbergwiese, Bad Ditzenbach
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Regenschauer in unterschiedlicher Intensität, in den Regenpausen feuchtwarme Schwüle, durch den gestrigen Landregen feuchtes Gras – nicht die besten Rahmenbedingungen um unsere Galgenbergwiese zu pflegen. Was soll's – noch lange kein Grund um zu Jammern. Schließlich hat es seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr geregnet und der gestrige Regen war bei uns weder durch Überschwemmungen noch mit Orkanböen begleitet.

GBW2022-08-01kSomit war unsere Biotoppflege auf der Galgenbergwiese ein ganz gewöhnlicher Arbeitseinsatz, wie wir schon öfters erlebt haben. Auch unsere größte Wiese schrumpft irgendwann auf eine so kleine Arbeitsfläche zusammen, dass es plötzlich eng wird.

Das ist aber nur in den letzten fünf Minuten vor unserem traditionellen Outdoor-Vesper der Fall. In den Stunden davor hätten wir auch für dich noch Platz. Wenn du Lust hast, vielleicht schon in 14 Tagen auf der Felsentalwiese bei Eybach?



13. August 2022 - Biotoppflege Sielenwangwiese, Auendorf
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Entschleunigung!
Unter uns: die nicht abreißen wollende Auto-Schlange derer, die dem Stau auf der offiziellen Umleitung zu gesperrten Autobahn über ein Nebensträßchen entkommen wollten.
Hinter uns: mal wieder eine stressige Arbeitswoche.
Über uns: unbeschwert fliegende Rauch- und Mehlschwalben.
Vor uns: eine Aufgabe, die wir gerne annehmen.
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Wir waren mal wieder zur Biotoppflege auf unserer Sielenwangwiese bei Auendorf. Wie in den meisten Jahren war es auf der exponierten Wiese mal wieder richtig heiß. Wie immer war die Wiese von unserem Mäh-Team optimal vorgemäht, so dass wir nur federleichtes Heu abrechen „mussten". Wie im Vorjahr hat der Besitzer der Nachbarwiese Verwendung für unser Bio-Heu. Was uns sehr entgegen kommt – sind wir doch mit dem zusammengerechten Schwad schon fertig mit unserer Arbeit und können zum gemütlichen Teil kommen.
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Wie immer gibt es nach der Biotoppflege ein zünftiges Vesper, wie immer kann man nach der Biotoppflege chillen, schwätzen oder botanisieren. Je nach Lust und Laune, aber „erst die Arbeit, dann das Vergnügen!" Wobei, wenn wir ehrlich sind: auch unsere Arbeit war Vergnügen! Eine wirkliche Alternative zum Im-Stau-Stehen oder Im-Büro-Sitzen. Es hat mal wieder richtig Spaß gemacht – unsere Arbeit zum Erhalt unserer Natur!
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05.08.2022 - Einladung zur Mitgliederversammlung am 09.09.2022, Bad Überkingen
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30. Juli 2022 - Biotoppflege Hangwiese im Rohrachtal, Geislingen
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RRT2022-01kThe same procedure as last year? Nicht ganz!
Wie in den Vorjahren hat der Bauhof der Stadt Geislingen die Wiese super ökologisch gemäht. Wie im Vorjahr hat es am Vortag geregnet, so dass statt luftig, leichtem Heu feuchtes, schweres Gras auf der Wiese lag. (Das soll aber kein Gejammer sein – der Regen hat uns erfreut).
Noch mehr haben wir uns aber über die Abwesenheit von Bremsen und Schnaken gefreut. Diese hatten wir aus dem letzten Jahr noch in lebhafter bzw. schmerzhafter Erinnerung.

Genügend Man-Power beim Wiese-Abrechen + Regenwasser in den PfützenRRT2022-02k = wir haben noch Zeit für den Abwasch der Tafel am Naturlehrpfad. Zu einer hübschen Wiese gehört schließlich eine ordentlich geputzte Tafel. Ab und zu entsprechen auch wir den uns Schwaben nachgesagten Vorurteilen.

Ökologisch mähen! Für die perfekt gemähte Wiese, für die stehen gelassenen Pflanzeninseln bedanken sich die VIPs des Biotops:
Kaisermantel (Schmetterling des Jahres 2022), Landkärtchen (Schmetterling des Jahres 2007), Großes Ochsenauge ,C-Falter, Taubenschwänzchen, Russischer Bär und Wespenspinne (Spinne des Jahres 2001)
Vielen Dank an den Bauhof der Stadt Geislingen, bzw. an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bauhofs.
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23. Juli 2022 - Biotoppflege Haarbergwiese, Reichenbach im Täle
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Wären wir eine Fußballmannschaft, gar die Nationalmannschaft, dann wären wir nicht im Halbfinale, dann ...

„Ja, was dann?"

...dann hätten wir schon vor dem ersten Spiel das Handtuch werfen müssen.
In den letzten Jahren hatten wir bei unserem Saisonauftakt nicht nur 11 Akteure auf dem Spielfeld, sprich der Wiese. Wir hatten auch noch eine Auswechselbank.
In diesem Jahr hätte es nicht zu einer spielfähigen Mannschaft gereicht.

Wir sind jedoch keine Fußballmannschaft, wir sind ein Naturschutzverein. Da sind die Regeln etwas anders. Wir können auch noch mit einer Rumpfmannschaft viel erreichen.

Besonders, wenn wie auf unserer Haarbergwiese das Mähteam perfekt vorgearbeitet und dem heutigen Team trockenes Heu zum Abrechen und Abräumen übergeben hat.

Andererseits: der Saisonauftakt auf der Haarbergwiese ist immer ein Aufbauspiel.
Die dicken, kraftzehrenden Brocken kommen noch. Unausweichlich!

Wir brauchen dich! Als Teamplayer! Egal ob dick oder dünn, sportlich oder gemütlich, alt oder jung, Frau oder Mann – bei uns gibt es keinen Grund, wieso du nicht mithelfen kannst. Du musst auch nicht Mitglied bei uns sein.

Die einzige Voraussetzung ist: Es ist dir nicht egal, was mit unserer Natur passiert. Dann kannst du gerne bei uns mitmachen! Wir freuen uns auf dich!

Um zum Fußball zurück zu spielen: „Es ist unsere Verantwortung, die Welt zu einem besseren Ort zu machen." – Megan Rapinoe, Kapitänin der US-Fußballweltmeisterinnen 2019

So hoch wollen wir es gar nicht aufhängen. Wir setzen uns dafür ein, dass die Welt vor unserer Haustür nicht schlechter wird. Gerne mit dir zusammen im Team.
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11. Juni 2022 – Naturkundliche Wanderung am Kornberg, Gruibingen
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Auch wenn auf der Alb die Heuernte seit einigen Tagen voll im Gang ist: wir haben bei unserer heutigen Exkursion auf den Kornberg noch einige farbenfrohe Wiesen vorgefunden.
Eine Komposition aus rosarot blühenden Esparsetten, hellblauen Glockenblumen und Skabiosen, dunkelblauem Salbei, violetten Flockenblumen, gelbem Klee und gelbem Klappertopf sowie weißen Margueriten.
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Die Landschaft des Kornbergs hat weit mehr zu bieten als Wiesen. Wacholderheiden mit gelbem Färber-Ginster, violetter Händelwurz und tiefroter Pyramidenorchis. Selbst der zerbrechliche Purgier-Lein mit seinen winzig kleinen, weißen Blüten wusste sich so ins Licht zu setzen, dass wir ihn nicht übersehen konnten.

Im Wald die letzten blühenden Weißen Waldvögelein und die ersten Sterndolden und Alpen-Zieste.
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Dazu noch flatternde Schmetterlinge, so beschäftigt, dass wir die wenigsten genau betrachten und bestimmen konnten. Als Bonus ein sagenhafter Weitblick über das Albvorland, das untere Filstal hin zu den Drei-Kaiser-Bergen Hohenstaufen, Rechberg und Stuifen.

07. Mai 2022 – Exkursion zu den Ackerkräutern an der Hungerhalde, Hausen / Fils
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Wir waren heute auf der Suche nach der Segetalflora und sind deshalb vom Tal auf einen Berg hochgestiegen.
Segetalflora hat nämlich nichts mit Tälern zu tun. Es ist der wissenschaftliche Begriff für die Pflanzengesellschaft, die man früher verächtlich Ackerunkräuter nannte. Diese Ackerwildkräuter sind die Begleitpflanzen auf den von uns bewirtschafteten Äckern.

Ackerkräuter2022-01kAufgrund einer geänderten Bewirtschaftung (einerseits Intensivierung, andererseits Aufgabe des Ackerbaus) gehört diese Pflanzengesellschaft zu den am stärksten bedrohten Pflanzen unserer Kulturlandschaft.

Hast du schon mal was von Blauem Gauchheil, Kornrade, Spatzenzunge, Gelbem Güzel, Acker-Steinsame oder Rundblättriges Hasenohr gehört? Alles Namen von Pflanzen, die uns jahrhunderte-, wenn nicht gar jahrtausendelang begleitet haben.
Die aber inzwischen niemand mehr kennt, da diese Blumen verschwunden sind.

Unser Ziel war ein ehemaliger Wildacker bei Hausen an der Fils, der jetzt als extensive Wiese bewirtschaftet wird. Auf dem damals noch eine artenreiche Ackerkrautflora vorhanden war, deren Samen sicherlich noch unter der Grasnarbe schlummern, aber zum Keimen einen offenen Boden brauchen.

P.s.: wenige Kilometer entfernt, in Unterböhringen gibt es seit über 40 Jahren zwei Schutzäcker, die von uns initiiert wurden und inzwischen Teil der Initiative „100 Äcker für die Vielfalt" sind. Bearbeitet werden diese immer noch vom örtlichen Landwirt, fachlich unterstützt vom Landschaftsverband Göppingen und uns. Landwirtschaft, amtlicher und privater Naturschutz muss kein Gegensatz sein!
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15. April 2022 - Frohe Ostern!
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Ostern2022-01kUnser (digital affiner) Osterhase war schon fleißig und hat uns ein Ostergeschenk abgeliefert.
Unsere Imagebroschüre ist online und kann am Bildschirm durchgeblättert werden.

Da die Helfer des Osterhasen, die Feldhasen, leider als bedrohte Tierart auf der Roten Liste stehen, dauert die Auslieferung der gedruckten Broschüren noch ein paar Tage.
Die Verteilung der Geschenke an die Kinder hat schließlich Vorrang.

In unserer Broschüre findest du alles, wirklich alles über uns. Wer wir sind, was wir machen, warum das Engagement im Natur- und Artenschutz notwendig ist, warum wir unbedingt auch dich dabei haben wollen.


Zur Broschüre geht es hier oder über das Titelbild.


Viel Spaß beim Lesen!

Der Osterhase und wir wünschen dir frohe Ostern!



09. April 2022 – Märzenbecher und Grasfrosch im Roggental
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Sind aller guten Dinge 3? Ja! Mit dem dritten Anlauf hat es endlich doch noch mit unserem Spaziergang im Roggental geklappt. Die beiden Male zuvor hat uns Corana unser Vorhaben vereitelt.

In diesem Jahr hatten wir sogar das Wetter auf unserer Seite. Der Neuschnee der Nacht war wieder verschwunden, die Sonne strahlte mit den Blüten des Kleebwaldes um die Wette.

Gelbes- und Busch-Windröschen, Lungenkraut, Scharbockskraut, Hohler Lerchensporn, Frühlingsplatterbse und Milzkraut verzauberten uns mit ihren Blüten, der Bärlauch mit seinem Duft und einem grünen Teppich. Die Märzenbecher sind inzwischen verblüht, es ist auch nicht mehr März. Die Grasfrösche, ohne einen Monat im Namen, zeigten sich in allen Entwicklungsstadien – Laich, Kaulquappe und erwachsener Frosch.
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26. März 2022 - Amphibienwanderung am Turm, Grünenberg
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Amphibien2022-01kIchthyosaura! Wer denkt da nicht unweigerlich an Ichthyosaurus, die meterlangen Fischsaurier, deren versteinerte Überreste bei uns im Albvorland gefunden wurden. Die – so viel Lokalpatriotismus muss sein – ihren eigenen Rastplatz an der A8 haben.

Du hast natürlich richtig gelesen. Der Star unserer heutigen Amphibienwanderung war ein Ichthyosaura alpestris, ein sehr, sehr viel kleineres „Wassermonster". Leider war der eine Bergmolch, so heißt das Tier wenig mystisch mit deutschem Namen, auch die einzige Amphibie, die wir heute an unserem Krötenzaun gefunden haben.

Amphibien2022-02kEs ist in diesem März leider viel zu trocken. Und nachts zu kalt. Da kommt die Amphibienwanderung einfach nicht vom Fleck. Die Natur lässt sich zum Glück nichts vorschreiben, schon gar nicht von vor Monaten festgelegten Terminen in unserem Jahresprogramm.

Wir haben uns jedoch auf die heutigen Gegebenheiten eingelassen. Der Weg ist eben doch das Ziel. Auch wenn es sich abgedroschen anhört. Ohne große Erwartungen losgehen und sich überraschen lassen. Auf diesem Weg gab es dann doch einiges zu sehen und vor allem zu hören.



12. März 2022 – Biotoppflege Talbachwiese, Unterböhringen
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Talbach2022-01kSodele! Der „Frühjahrsputz" auf unserer Talbachwiese ist erledigt!

[Sodele]
: ein zutiefst schwäbisches Wort, das vielleicht nicht jedem geläufig ist. Zu dem es aber einen Wikipedia-Eintrag gibt. Immerhin! Sodele drückt „die Befriedigung über eine zufriedenstellend angeschlossene Tätigkeit aus".

Zufrieden können wir sein. Haben wir doch auf der Talbachwiese das geschafft, was wir uns vorgenommen haben.

Sodele – ein berühmter ehemaliger Bayern-Trainer hätte stattdessen „Ich habe fertig!" gesagt. Das alte Gras, das wir über den Winter als Versteck für unsere Tierwelt stehen gelassen haben, ist gemäht und abgerecht. Mosaikartig haben wir hingegen Hochstauden, Binsen und einige Grasbulte ausgespart. Von der uns Schwaben angedichteter Penibilität beim Putzen sind wir ebenso weit entfernt wie vom zweiten berühmten Satz „wie Flasche leer".

Sodele!
Jetzt freuen wir uns darauf, dass dort der Frühling aufblüht und sich die durchziehenden Braunkehlchen an der Strukturvielfalt unserer Wiese erfreuen.
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05. März 2022 - Aufbau Amphibienschutzzaun bei Grünenberg
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Krötenzaun2022-01kIm Bild: der historische Moment des finalen Hammerschlages zur Vereinigung des talseitigen mit dem bergseitigen Teilstück unseres Amphibienzaunes. Ganz so „bedeutend" war der Moment wohl doch nicht. Sonst wäre sicherlich der ein oder andere Lokalpolitiker vor Ort gewesen und hätte sich ein Bild von unserer Arbeit und den Gefahren für unsere heimischen Amphibien gemacht.

Unser Amphibienschutzzaun steht! Trotz eisigem Wind, trotz teilweise gefrorenem Boden, trotz einiger rücksichtslos vorbeirasenden Autofahrer. Er steht Dank elf ehrenamtlichen Helfern.


26. Februar 2022 - Gehölzpflege Autal, Bad Überkingen
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Autal2022-01kWas auf den ersten Blick wie ein Versteckspiel hinter einem großen Reisighaufen aussieht, auf den zweiten Blick an eine überdimensionale Biberburg erinnert, war in Wirklichkeit „nur" das Resultat unserer Biotoppflege auf unserem Grundstück im Autal bei Bad Überkingen.

Nachdem seit der letzten Gehölzpflege über sechs Jahre vergangen sind, war es mal wieder an der Zeit den Weidenaufwuchs rund um die dortigen Tümpel zurückzunehmen. Jetzt kann wieder mehr Sonnenlicht unsere Amphibientümpel erwärmen. Auch die Bodenvegetation hat jetzt wieder bessere Bedingungen.


14. Februar 2022 - Gehölzpflege Feuchtgebiet Turm, Grünenberg
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Ohne Licht und Wärme, kein Wachstum.
Das gilt auch für Amphibien. Daher ist es notwendig, von Zeit zu Zeit den Laichgewässern wieder zu etwas mehr Sonneneinstrahlung zu verhelfen.

Und so waren wir an unserem Feuchtgebiet „Turm" mal wieder tätig. Zeitgleich konnten wir hier schon Vorarbeit für die nächste Mahd treffen.

Denn dünne Äste und Reisig sorgen im Herbst für genügend Unterschlupf- und somit auch Überwinterungsmöglichkeiten für zahlreiche tierische „Turm"-Bewohner.





02. Februar 2022 - Jahresprogramm 2022

Jahresprogramm2022Natürlich haben wir auch für 2022 ein umfangreiches Jahresprogramm zusammengetragen.

Aufgrund der aktuellen Coronasituation beginnen wir in diesem Jahr etwas später als gewohnt mit unseren Aktivitäten.


Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

  • Exkursionen im näheren Umkreis
  • Vorträge, die uns von der Seiser Alm über Transsilvanien nach Fuerteventura führen
  • Biotoppflege auf den von uns betreuten Wiesen und Wacholderheiden


24. Dezember 2021 - Wir wünschen ...

2021-12-24 Weihnachten klMit diesem Glückspilz, der zufälligerweise auch noch Pilz des Jahres 2022 ist, wünschen wir

• allen Besuchern unserer Homepage
• allen unseren Followern auf Instagram
• allen unseren Followern auf Facebook
• allen zufälligen Besuchern unserer Seiten
• allen unseren ehrenamtlichen Helfern
• allen unseren Mitgliedern
• allen Naturfreunden und –schützern

frohe, gesegnete Weihnachten und ein gutes, gesundes neues Jahr!





06. November 2021 - Biotoppflege Feuchtgebiet Turm, Grünenberg

Turm2021-01kAuf der Suche nach der Sonne ....

... dafür scheint diese Leiter etwas kurz geraten zu sein.

Das, mit der Sonne, ist natürlich Quatsch.

Wir Schwaben suchen a G'schäft, und finden auch meistens eins.

Wobei, an unserem Feuchtgebiet Turm mussten wir es gar nicht suchen, es hat auf uns gewartet. Die Herausforderung ist eher den richtigen Zeitpunkt für die dortige Biotoppflege zu finden. Einerseits sollten zwingend die Amphibien die Pflegefläche verlassen haben, andererseits gibt es verwaltungstechnische Restriktionen einzuhalten.
Dann findet der Pflegeeinsatz eben bei November-Nebel statt.

Umso schöner, dass zwischendurch doch noch ein Sonnenstrahl zu uns gefunden hat.





30. Oktober 2021 - Alb meets art – Landschaftsinstallationen „Poly vs. Mono"
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Worum geht es? Um das Nachdenken über die Landschaft, über den „grünen" Teil der Landschaft, überspitzt um die Bilderbuchlandschaft, die sich gerne auf unterschiedlichen Kanälen werbewirksam vermarkten lassen muss. Es geht also nicht um die zubetonierte Städte, asphaltierte Autobahnen, geschotterte Gärten, auch nicht um den alltäglichen, viel zu hohen Flächenverbrauch.

PolyvsMono03NkEs geht um die Wahrnehmung der Landschaft. Jedoch nicht als Kulisse für unser sportliches oder touristisches oder sonstiges Tun. Es geht um die Wahrnehmung der Landschaft um ihrer selbst willen.

Viele „Erkenntnisse" aus dieser Wahrnehmung sind nicht allzu neu. Wir sehen sie täglich, sobald wir die Augen auf machen, nehmen sie jedoch oft nur unbewusst wahr.

• Landschaft ist unterschiedlich
• Landschaft kann monoton sein, Landschaft kann vielfältig sein

Landschaft ist bei uns immer eine vom Menschen veränderte Landschaft, keine unberührte Natur.

PolyvsMono06NkWas macht eine vielfältige Landschaft aus? Welche Landschaft sehen wir als vielfältig an?

Eine mit unterschiedlichen Strukturen, die sich aus unterschiedlichen Lebensräumen und unterschiedlichen Biotope zusammensetzt. Ganz ohne Wertung, ohne Unterscheidung in wertvoll oder weniger wertvoll.

Bei näherer Betrachtung verfeinern sich die unterschiedlichen Strukturen zu unterschiedlichen Bäumen, Sträuchern, Gräsern und Blühpflanzen.

Noch näher: da sind unterschiedliche Schmetterlinge, Käfer, Fliegen, Wespen, und und und -eine faszinierende Vielfalt.

PolyvsMono07NkDie brauchst du nicht alle zu kennen. Fürs erste reicht es, die Erkenntnis zu gewinnen, dass grün nicht gleich grün ist. Dass die eine grüne Landschaft monoton sein kann, und auch bei intensiver Betrachtung monoton bleibt, es aber im Gegensatz dazu in der anderen grünen Landschaft eine Vielzahl an Leben zu entdecken gibt. Grün ist eben nicht gleich grün.

Wenn dir diese Landschaftsinstallationen einen neuen, einen anderen, vielleicht auch einen kritischen Blick auf die Landschaft, auf die einzelnen Elemente der Landschaft, vom winzigen Pflänzchen bis zur knorrigen Eiche, eröffnen, dann hast du für dich etwas entdeckt.

Dann ist die Kunst auf unseren Grundstücken nicht nur Kitsch – wie es ein „bruddelnder" Vorbeiwanderer betitelte – sondern dein Schlüssel zu deinem Naturzugang.

PolyvsMono01NkVielleicht bist du dann der Meinung, dass diese Vielfalt erhalten werden muss? Vielleicht hast auch du gelesen, dass zum Stoppen des Artensterbens 30 Prozent der Erde unter Schutz gestellt werden müsste? Vielleicht erscheint dir das utopisch?

Dann lass uns doch im Kleinen anfangen. Egal in welchem Naturschutzverein oder in welcher Initiative. Gerne auch bei uns. Wir setzen uns aktiv für den Erhalt der Vielfalt ein.

„Fazit der Wissenschaftler: Die normale Landschaft mit normalen Wiesen und normalen Ackerflächen tragen nicht mehr zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei". Dieser Satz ist nicht von uns, er wurde im Oktober 2021 vom Staatssekretär im baden-württembergischen Umweltministerium nach der Vorstellung einer weiteren wissenschaftlichen Studie zum Insektensterben auf Instagram gepostet.

PolyvsMono02NkDieser Satz ist zutiefst erschreckend.
Normal, normal, normal.

Mono scheint für uns inzwischen zur akzeptierten Normalität geworden zu sein. Aber ist das, was wir heute als Normal anschauen, wirklich eine feste Größe? Oder ist unsere Vielfalt das, was unsere Eltern als normal angesehen haben? War die Vielfalt unserer Eltern die Normalität unserer Großeltern? Ist das Mono der Künstler die Vielfalt unserer Kinder?

Apropos Künstler:

Zur Kunst gehören natürlich auch Künstler. Die Landschaftsinstallationen, die bewusst nur in der Zeit, in der auf den Wiesen nichts wächst, aufgebaut sind, wurden von Domenik Gebhardt und Kevin Kolland geschaffen. Der eine ist bei uns aktives Mitglied, der andere arbeitet bei unserer Biotoppflege mit, ohne Vereinsmitglied zu sein.

Eine Mitgliedschaft, ein sich binden an einen Verein ist nicht die Voraussetzung um sich für die Natur zu engagieren. Vorrausetzung ist die Erkenntnis, dass Mono das Leben ärmer macht und Poly erhaltenswert ist. Schon in unserem Interesse.

Die Wege zu den Landschaftsinstallationen findest du auf www.polyvsmono.com, deinen Weg zur Artenvielfalt musst du selbst finden. Wir helfen dir jedoch gerne dabei.
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16. Oktober 2021 – Biotoppflege Kuhbergwiese, Nenningen
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Sichelhenke!
Falls du mit dem Begriff nichts anfangen kannst – hier die kurze Erklärung: nachdem das letzte Getreide geerntet war, wurden früher die Sicheln wieder an den Balken gehängt und ein Fest gefeiert. Die Party nach dem Saisonfinale.

KBW21-01kWir hatten heute auf der Kuhbergwiese bei Nenningen den finalen Pflegeeinsatz in unserer diesjährigen Biotoppflegesaison. Einer sehr guten Pflegesaison! Zum einen hat es das Wetter in diesem Jahr sehr, sehr gut mit uns gemeint, zum anderen war es wieder eine fulminante Teamleistung von Jung und Alt, von Frau und Mann, von Studenten, Arbeitern, Angestellten und Selbstständigen, von Rentnern und Pensionären.

Es hat auch in diesem Jahr wieder richtig Spaß gemacht, gemeinsam die Lebensräume unserer Tiere und Pflanzen zu erhalten.


09. Oktober 2021 – Biotoppflege Weigoldsberg Heide, Reichenbach im Täle
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Ganz so einsam, wie das Bild suggerieren könnte, war es dann doch nicht bei der Biotoppflege auf unserer Heide am Weigoldsberg. Auch am vorletzten Pflegeeinsatz in dieser Saison hatten wir noch zwölf ehrenamtliche Helferinnen und Helfer auf der Fläche. Vielen Dank für euren Einsatz!

Belohnt wurden wir mit einem herrlichen Herbst-Sonnentag und dem schon obligatorischen reichhaltigen Vesper nach getaner Arbeit. An dieser Stelle: einen ganz besonderen Dank an unseren Vesperbua.


03. Oktober 2021 - Vogelzug am Fränkel – Birdwatch am Albtrauf
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Och! Ich seh keinen Vogel. Doch da ist einer! Nein, zwei – nein, drei – nein fünf. Es sind Tannenmeisen, die die schützende Baumgruppe verlassen und über uns hinweg ziehen. (Nach vier Stunden Beobachtung waren es dann über 150). So langsam bekommen die Besucher unserer Vogelzugbeobachtung, die wir traditionell am Aussichtsberg Fränkel veranstalten, einen Blick für die kleinen Zugvögel.

Und was ist das für ein Vogel? Eine sehr einsame Mehlschwalbe, die einzige ihrer Art am heutigen Beobachtungstag. Da hatten die vorbeifliegenden Rauchschwalben noch etwas mehr Gesellschaft. Auch die beiden Wiesenpieper waren als Reisegruppe unterwegs. Von Natur aus nicht die sportlichsten Flieger hatten sie beim stürmischen Gegenwind aus Süden besonders zu kämpfen.

Was haben wir sonst noch gesehen? Buch- und Bergfinken, Kohl-, Blau- und Schwanzweisen, Kernbeißer, Stieglitze und Erlenzeisige, ein dutzend durchziehende Eichelhäher, einen Sperber, Sing- und Misteldrosseln. Als Singvogel-Highlight 15 Heidelerchen, die bei uns schon seit Jahrzehnten verschwunden sind.
Und dann waren da noch die Ringeltauben! Insgesamt über 2500 Tauben sind in eindrucksvollen Schwärmen Richtung Südwesten gezogen. So viele Tauben haben wir am 3. Oktober noch nie gesehen. Wissen die Vögel vielleicht, dass die schönen Herbsttage bald vorbei sind?

Natürlich waren auch noch Vögel in den Streuobstwiesen am Fränkel stationär – also nicht durchziehend – anwesend. Die sind sicherlich nicht beleidigt, wenn wir sie hier nicht aufzählen.
Falls du wissen willst, welche Vögel am Fränkel leben, dann komm doch einfach nächstes Jahr am 3. Oktober bei uns vorbei.


25. September 2021 – Biotoppflege Galgenbergwiese, Bad Ditzenbach
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„Wann wird's mal wieder richtig Sommer?" - Was soll denn diese Frage, wenige Tag nach dem Herbstanfang?
Uns geht es heute, nachdem wir mit dem zweiten Arbeitseinsatz auf unserer Galgenbergwiese dort die Biotopppflege abgeschlossen haben um das subjektive Empfinden eines „richtigen" Sommers.
Dass ein Sommer, dass Klimaveränderungen objektiv gemessen und in nüchternen Zahlen dokumentiert werden kann, ist klar.
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Aber wie ist unser persönlicher Sommereindruck? Haben wir nicht den Sommer 2020 als „richtigen" Sommer mit permanentem Sonnenschein und Sommerhitze in Erinnerung? Dagegen der Sommer 2021! War der nur ein verregneter, kalter Übergang vom Frühling in den Herbst? Oder war er doch nicht so schlecht wie wir glauben? Vielleicht ist unsere Erinnerung nicht ganz so objektiv?
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Unser persönlicher Sommervergleich 2021 / 2020 auf der Galgenbergwiese fällt da ganz, ganz anders aus. Im nassem, kühlem Jahr 2021 hatten wir zwei Biotoppflegen bei angenehmem Sonnenschein und im Sonnen-Sommer 2020 zwei total verregnete Arbeitseinsätze, bei denen wir bis unter die unterste Kleidungsschicht nass wurden.

Die beiden verregneten Tage auf der Galgenbergwiese bleiben uns noch sehr lange als außergewöhnliche Erfahrung im Gedächtnis, die beiden sonnigen sortieren wir in der großen Schublade „normal" ein.
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Glücklicherweise sind wir aber keine eindimensionale Wesen, deren einziges Thema das Wetter ist.

Zu unserer Biotoppflege gehört auch das gemeinsame Anpacken, das gemeinsame Lachen und das gemeinsame Vesper. Eine direkte Verbindung zur Natur und das Kennenlernen der Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren sowie der verschiedenen Lebensräume.

Kurzum: unsere Arbeit in und für die Natur macht glücklich – auch wenn es mal regnet!
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P.s. Ein ganz besonderer Dank geht in den Ditzenbacher Kapellenweg. Fürs tagelange Zwischenlagern unserer Grasrechen und Heugabeln. Ein gutes Verhältnis zwischen uns Naturschützern und der örtlichen Bevölkerung ist ganz sicher ein Baustein für eine erfolgreiche Naturschutzarbeit.


18. September 2021 – Biotoppflege Weigoldsbergwiese, Hausen
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WGBW21-03kTraditionell läutet die Biotoppflege auf unserer Wiese am Weigoldsberg die zweite Halbzeit unserer Pflegesaison ein. So ganz aus heiterem Himmel kommt die zweite Halbzeit aber nicht: am Rand der Wiese blühen die Kalkaster, auf den benachbarten Wacholderheiden die Deutschen Enziane. Das botanische Jahr ist schon wieder sehr weit fortgeschritten.

Unsere Helferinnen und Helfer auf dem Platz sind jedoch immer noch voll motiviert und fit. Ein wenig Sorgen macht hingegen die Auswechselbank beziehungsweise der gesamte Kader durch WGBW21-04kaltersbedingte Beendigung der aktiven Mitarbeit oder durch außerhalb des Platzes zugezogene Verletzungen.

Wenn Du Lust hast und unsere Mannschaft verstärken willst, wenn du dich aktiv für den Schutz unserer Natur einbringen willst, dann komm doch einfach mal bei uns vorbei.

Am 25. September sind wir auf der Galgenbergwiese bei Bad Ditzenbach, am 9. Oktober auf der Weigoldsbergheide bei Reichenbach im Täle und am 16. Oktober auf der Kuhbergwiese bei Nenningen.

Wir freuen uns auf dich!



04. September 2021 – Biotoppflege Felsentalwiese, Geislingen-Eybach
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Felsental21-01k 2021 09_04-S-0047„I'll be back" versprach der Terminator auf seiner Mission die Menschheit, die Welt zu retten. „Wir sind zurück". Unser Anspruch ist sehr, sehr viel bescheidener. Wir versuchen auf einem – global gesehen – winzig kleinen Wiesle einen Teil der Artenvielfalt zu bewahren. Auch sind wir keine hightech-Mensch-Maschine, sondern nur mit Rechen und Heugabel bewaffnete Frauen und Männer, die ihre Mission freiwillig und unentgeltlich an ihren freien Wochenenden ausführen.

Glücklicherweise gibt es in Deutschland immer noch diese Wiesen und auch die Enthusiasten, egal in welchem Verein, in welchen Initiativen, oder gar alsFelsental21-02k 2021 09_04-S-0053 Einzelkämpfer, die gegen das Artensterben etwas unternehmen.

Leider sind es deutschlandweit viel zu wenige – sowohl die extensiv genutzten Flächen als auch die aktiven Biotopschützer – um das Artensterben aufzuhalten oder gar eine Trendumkehr zu erreichen. Das gelingt nur mit der richtigen politischen Weichenstellung. Übrigens: am 26. September ist Bundestagswahl!

„Wir sind zurück" auf der Felsentalwiese, nachdem wir dort fünf Jahre pausiert haben. Felsental21-04k 2021 09_04-S-0029Die Felsentalwiese ist die einzige Wiese, die wir pflegen, die uns aber nicht gehört. Diese Wiese war die Keimzelle für das kleine Naturschutzgebiet Felsental, welches wiederum die Keimzelle für das Naturschutzgebiet „Eybtal mit Teilen des Längen- und Rohrachtales" war. Immerhin das größte Naturschutzgebiet im Regierungsbezirk Stuttgart. Darüber hinaus ist die Wiese noch Teil des europäischen FFH-Gebietes Eybtal.

Ob sich unser kleines Wiesle bewusst ist, was aus ihm hervorgegangen ist?
Wir sind uns dessen bewusst. Feslental21-03k 2021 09_04-S-0070Nachdem die verwaltungstechnischen Belange, die Managementpläne des FFH-Gebietes, inzwischen geklärt sind, sind wir zurück auf der Felsentalwiese. Auf der Wiese, für die wir vor fast schon historischer Zeit - völlig unbürokratisch - die Patenschaft übernommen haben.

P.S.: wir waren heute bei der Biotoppflege nicht allein. Eine sechsköpfige Wandergruppe aus Stuttgart hat spontan ihre Tour unterbrochen und uns beim Abrechen geholfen. Jungs, ihr wart spitze! Vielen Dank für euren Einsatz!


21. August 2021 - Biotoppflege Galgenbergwiese, Bad Ditzenbach
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Galgenberg21-1-01k„Ja mir waret heut beim Mäha, was mir g'schafft hend miaßt'r säha!"

Übersetzt für Nicht-Schwaben: Ja, wir waren heute beim Mähen, was wir geschafft haben, musst ihr sehen.

Dem ist nicht viel hinzuzufügen. Außer, dass gestern ein Meteorologen-Witzbold festgestellt hat, dass in diesem Jahr der Hochsommer auf (einen) Samstag fällt. Diesen Eindruck hatten wir bei unserer am heutigen Samstag stattgefundenen Biotoppflege auf der Galgenbergwiese auch.



14. August 2021 – Biotoppflege Sielenwangwiese, Auendorf
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Warm war's – hochsommerlich heiß war's am frühen Morgen auf unserer ostexponierten Wiese am Sielenwang! Zumindest für die Verhältnisse in diesem durchwachsenen Sommer. Der subjektive Eindruck lässt sich jedoch durch die Messwerte der Wetterstation Geislingen objektivieren: 31 Grad am Nachmittag und keine Spur eines erfrischenden Windhauches.
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Nachdem wir die Wiese schon vor einigen Tagen gemäht hatten und es dieses Mal nicht ins gemähte Gras geregnet hat, war das Heu wenigstens schön leicht. Erfreulicherweise haben wir in diesem Jahr einen Landwirt gefunden, der unser Gras verfüttert. Somit konnten wir das Gras am unteren Wiesenrand in Schwaden ablegen und mussten es nicht mühevoll über die gesamte Wiesenlänge transportieren. Vielen Dank für die Grasabfuhr. Wir sind uns sicher, den Kühen schmeckt unser Bio-Heu!
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12. August 2021 - Schülerferienprogramm „Mit dem Ökomobil an der Fils"
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Gestern haben wir mit dem Ökomobil nicht nur die Tierwelt der Fils sondern auch die Untiefen der Fils erkundet. Zum Glück haben wir in der Veranstaltungsbeschreibung was von „Kleidung zum Wechseln" geschrieben. Andererseits war es gestern so warm, dass die patschnassen Kleider während des Mikroskopierens der Kleinstlebewesen im Freiluft-Labor getrocknet sind.

Uns ist mal wieder aufgefallen, dass man in der Fils neben unterschiedlichen Kleinstlebewesen auch vieles finden kann, was dort nicht hingehört - unter anderem ein fest im Flussschotter steckender Einkaufswagen.
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31. Juli 2021 - Biotoppflege Hangwiese im Rohrachtal, Geislingen
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Rohrachtal21-01kFeierabend! – Die Schlacht ist geschlagen, die Wiese im Rohrachtal ist abgerecht!
Wir haben heute die NABU Gruppe Geislingen bei der Biotoppflege im Geislinger Rohrachtal unterstützt. Das Ganze unter erschwerten Bedingungen. Warum? Zum einen hat uns schon eine Legion Stechmücken erwartet zum anderen hat es in der vergangenen Nacht über 20 Liter auf den Quadratmeter geregnet. Dadurch war das Gras heute – Originalzitat – „sakrisch schwer".
Zum Glück gab es nach getaner Arbeit eine üppige Brotzeit. Vielen Dank an unseren Vesperbua.



24. Juli 2021 – Biotoppflege Haarbergwiese, Reichenbach im Täle
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Auch im letzten Jahr haben wir unsere Pflegesaison auf der Haarbergwiese begonnen. Vor einem Jahr war das der erste Arbeitseinsatz im Corona-Zeitalter. Wir waren damals sehr am Zweifeln, ob sich genügend Helferinnen und Helfer einfinden. Es waren 14 Teilnehmer, wir wurden überrannt! Ok, das ist etwas übertrieben - die Sorgen, die Zweifel waren jedoch mehr als unangebracht.

Haarberg2021-01kIn diesem Jahr sind wir etwas verhaltener in die Saison gestartet. Da aber unser Team „Balkenmäher" die Wiese schon einige Tage vorher gemäht hat, hatten wir auf der ebenen Wiese nur noch leichtes Heu zu bewegen. Der zeitliche Abstand zwischen Mähen und Abrechen bietet noch weitere Vorteile: die Insekten können den gemähten Bereich verlassen und sich in die stehen gelassenen Grasflächen zurückziehen und die Pflanzen können noch aussamen.


Die nächsten Arbeitseinsätze verlangen uns mehr ab. Wenn Du Lust hast, ein wenig von deiner Freizeit für unsere Natur zu „opfern" dann komm doch einfach mal bei uns vorbei.


26. Juni 2021 – Exkursion zum Feldflorareservat bei Unterböhringen
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Feldflora21-04kEmmer, Einkorn, Dreifelderwirtschaft – unsere Exkursion zu den Schutzäckern am Tennenberg war nicht nur eine naturkundliche Veranstaltung, sie führte uns gleichzeitig zu unseren kulturhistorischen Wurzeln. Sind doch Emmer und Einkorn die ältesten von uns domestizierten Getreidearten, die Dreifelderwirtschaft die über Jahrhunderte praktizierte Bewirtschaftungsform unserer Äcker, bei der sich Sommergetreide, Wintergetreide und Brache im Rhythmus eines Jahres auf jedem der drei Felder abwechseln.

Durch diese uralte Art des Ackerbaus hat sich auf unseren Äckern eine spezialisierte AckerbegleitfloraFeldflora21-02k etabliert, die sehr schnell in der Schublade Unkraut einsortiert wurde und immer noch wird. Zu vorschnell, denn die Ackerkräuter bilden die Voraussetzung für gesunde Böden und ein reiches Boden- und Insektenleben. Nur ein Beispiel: die auf dem Brachacker wachsende Esparsette bindet den in der Luft vorhandenen Stickstoff in ihren Wurzeln und düngt ihn dadurch, ihre Blüten sind sehr attraktiv für Bienen und Hummeln.

Intensivierung und Industriealisierung der Landwirtschaft – Stichwort Kunstdünger – haben die Bewirtschaftung der Äcker grundlegend gewandelt.Feldflora21-03k Die bunte Blütenpracht der Ackerunkräuter ist rasant verschwunden. Wir wollten vor 40 Jahren diesem Artenrückgang nicht mehr tatenlos zusehen und haben in Zusammenarbeit mit einem ortsansässigen Landwirt das Feldflorareservat am Tennenberg ins Leben gerufen und einen Rückzugsort für unsere Ackerflora geschaffen.

Inzwischen ist das Feldflorareservat als Schutzacker ein fester Bestandteil des deutschlandweiten Projektes „100 Äcker für die Vielfalt". Jetzt könnte man natürlich nörgeln: was sind schon 100 Äcker aufgeteilt auf annähernd 300 Landkreise?Feldflora21-06k Aber anstatt zu nörgeln ist Freude angebrachter: Freude über 40 Jahre Feldflorareservat, Freude über einen idealistischen Landwirt und Freude über einen Landschaftserhaltungsverband, der hinter dem Projekt steht.

40 Jahre Schutzäcker am Tennenberg – 40 Jahres nachhaltiger Schutz der bunten Ackerflora in Zusammenarbeit von Landwirtschaft, privatem und öffentlichem Naturschutz.

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08. Mai 2021 – Naturkundliche Wanderung am Kornberg bei Gruibingen
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Arbeitsteilung! Die Fleißigen bauen den Krötenzaun ab, während ein anderer spazieren geht.
Heute wäre der zweite Versuch gewesen, die Wiesen des Kornbergs zu besuchen. Leider mussten wir auch in diesem Jahr, wie schon im Vorjahr, unsere Exkursion corona-bedingt absagen. An dieser Stelle daher ein paar Bilder von dem was man gesehen hätte, wenn die Exkursion stattgefunden hätte.
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Im direkten Vergleich der beiden Jahre (08.05.21 links - 09.05.20 rechts) ist es erstaunlich, wie die Vegetation in diesem Jahr zurück hängt. Auf den mageren Wiesen blühen noch die Echten Schlüsselblumen, dort wo es noch magerer ist finden sich einige Nester des Frühlingsenzians. Wird die Wiese etwas frischen dann finden wir dort die Hohe Schlüsselblume, Vergissmeinnicht und Traubenhyazinthen.

Im Wald sind die meisten Sträucher frisch belaubt, die Belaubung lässt bei den kleineren Bäumen schon nach und ist im Buchenwald nur noch sehr vereinzelt anzutreffen. Dafür blühen dort noch die Buschwindröschen.
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Kornberg2021-04kImmerhin hat sich ein frisch geschlüpfter Schwalbenschwanz gezeigt.

Aber: die Exkursion sollte eigentlich zur Pflanzenvielfalt und Blütenfülle der auf dem Kornberg teilweise noch vorhandenen mageren Mähwiesen gehen. Von Wiesensalbei, Bocksbart und Glockenblumen war noch gar nichts zu sehen. Die geschlossenen Blütenknöpfe der zehn Zentimeter hohen Margueriten lassen jedoch erahnen, dass auch in diesem Jahr noch ein Wiesen-Frühling kommt.



06. Mai 2021 - was blüht denn da?
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Bist du dir unsicher, was das für Pflanzen sind, die jetzt blühen? Willst du mehr über sie erfahren? Dein Wissen testen?

Das kannst du spielerisch – vom Sofa aus – machen. Denn die Stadtbücherei Geislingen hat für uns einen Actionbound erstellt. Vielen Dank dafür.

Einfach die Actionbound-App kostenlos aufs Tablet, Smartphone, Ipad oder iphone runterladen, den QR-Code scannen und den Highscore knacken.
Wenn es nicht der Highscore wird, egal. Bei deiner nächsten Wanderung am sonnigen Wochenende kannst du dafür mit deinem erworbenen Wissen glänzen.
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10. April 2021 – Märzenbecher und Grasfrosch im Roggental
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Wir waren im Herbst letzen Jahres noch sehr optimistisch und dachten, dass wir 2021 die im Jahr 2020 ausgefallenen Exkursionen sicherlich durchführen können. Leider beschäftigt uns Corona immer noch, daher hat sich gegenüber dem Vorjahr nichts geändert. Auch die diesjährige Exkursion musste ausfallen.

Im direkten Vergleich der beiden Jahre stellen wir jedoch in der Natur Unterschiede fest. Wie im Vorjahr ist im Roggental die dominierende Farbe das Grün des Bärlauchs. Omnipräsent ist der Zilpzalp, der letztes Jahr sicherlich auch anzutreffen war, aber bei der damaligen virtuellen Exkursion keine Erwähnung fand. Zum Grün des Bärlauchs mischt sich auf weite Strecken, nicht flächendeckend aber körperlich spürbar, eine im letzten Jahr nicht vorhandene Farbe: das Weiß der Schneereste vom Wintereinbruch dieser Woche.
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Diesen „Winter-Schock" verdauen unsere Frühblüher gerade. Die weißen und gelben Windröschen öffnen zaghaft ihre Blüten, der von der Schneelast niedergedrückte Lerchensporn richtet sich langsam wieder auf und wird auch schon wieder von einer einsamen Hummel besucht.

Zum Vorjahr entfaltet sich dieser Frühblüher-Frühling im Roggental langsamer.


27. März 2021 – Amphibienwanderung am Turm, Gingen-Grünenberg
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Die Veranstaltung mit dem doppeldeutigen Titel „Amphibienwanderung am Feuchtgebiet Turm" hat eine feste Tradition in unserem Veranstaltungskalender. Leider ist es auch schon fast eine Tradition, dass wir die Menschenwanderung coronabedingt absagen müssen. Na ja, bei zweimaliger Absage kann sicherlich noch nicht von einer Tradition gesprochen werden. Nächstes Jahr findet unsere Amphibienwanderung gewiss statt.

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Die eigentliche Amphibienwanderung schert sich sowieso nicht um Corona. Da sind Wetter, Temperatur und Feuchtigkeit ausschlaggebend. Nachdem das alles in der vergangenen Nacht gepasst hat, wartete auch mancher Frosch, manche Kröte und mancher Molch in unseren Eimern auf den sicheren Transport über die Straße.

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Einen herzlichen Dank an unsere einsamen Helferinnen und Helfer, die täglich unseren Schutzzaun kontrollieren.
Ebenso danken wir den Autofahren, die nachts langsam und rücksichtsvoll fahren.
Bitte passt auch in den nächsten Nächten auf unsere Frösche, Kröten und Molche auf!


25. März 2021 – Online-Blätterversion unserer letzten drei Hefte

Jahresbericht 2020Leider können wir uns immer noch nicht persönlich bei unseren Exkursionen begegnen.

Falls Sie noch mehr über die Geislinger Bezirksgruppe des BNAN erfahren wollen, falls Sie an naturkundlichen Themen interessiert sind und falls der Frühling Zeit lässt, dann blättern Sie doch mal in einem unserer Hefte.
Mit dem Klick auf das jeweilige Titelbild geht's los!

Viel Spaß beim Stöbern!



Jahresbericht 2019Jahresbericht 2018

































19. März 2021 - Das Rotkehlchen ist zum Vogel des Jahres 2021 gewählt
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So seh'n Sieger aus! – Schalalala!
Nicht ganz: so sehen zufriedene Zweitplatzierte aus, die dem Vogel des Jahres 2021, dem Rotkehlchen, von Herzen gratulieren.

Sieger sind ganz sicher alle Vögel, die sich an der Wahl beteiligt haben, und alle Wählerinnen und Wähler, die sich mit den Vögeln, ihrer Bedrohung und ihrem Schutz beschäftigt haben.

Was das Rotkehlchen aus seinem Wahlsieg macht, liegt jedoch nicht in seiner Macht. Es gibt den Ball an uns alle zurück mit der Aufgabe, mehr Vielfalt im Garten zuzulassen. Ein Garten mit etwas mehr Natur, mit ein klein wenig Unordnung, mit ein paar Laub- und Zweighaufen erfreut nicht nur den kleinen Vogel, sondern auch den Igel und die Zauneidechse, Reptil des Jahres 2021, sowie Schmetterlinge, Wildbienen und Käfer.


27. Februar 2021 - Aufbau des Amphibienschutzzaunes bei Grünenberg
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Auch 2021 steht unser Amphibienschutzzaun!

Letztes Jahr haben wir an gleicher Stelle folgendes geschrieben:
„Dank des beherzten Einsatzes von einem Dutzend Helferinnen und Helfern konnten wir in dieser Woche unseren „Krötenzaun" aufbauen.
Es ist schön, dass sich in dieser ungewissen Zeit noch Menschen zusammenfinden, die auch an unsere gefährdeten Frösche, Kröten und Molche denken und sich für deren Schutz einsetzen."

Das, was damals noch als eine ungewisse Zeit beschrieben wurde, begleitet uns jetzt ein Jahr. Corona hat viele unserer Arbeiten erschwert, auch heute. Wir haben die Gruppe bewusst kein gehalten, auf die Sicherheitsabstände geachtet und dafür eine längere Arbeitszeit in Kauf genommen.

Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass sich in immer noch unsicheren Zeiten Menschen zusammenfinden, die auch an unsere gefährdeten Frösche, Kröten und Molche denken und sich für deren Schutz einsetzen.
Vielen Dank für euren Einsatz!
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20. Februar 2021 - Gehölzpflege Talbachwiese, Unterböhringen
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Juhu! – es wird Frühling! Auch wir sind aus dem Winterschlaf erwacht.
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Eigentlich war es ein Temperaturschock der uns geweckt hat. Am 13. Februar Schnee, Minusgrade und ein eisiger, über die Talbachwiese pfeifender Wind. Eine Woche später: T-Shirt-Wetter und die ersten fröhlich flatternden Schmetterlinge.

Das ideale Wetter um das zu erledigen, was wir uns für den Winter vorgenommen hatten: Gehölzpflege an der Talbachwiese.

Der herrliche Vorfrühlingstag hat uns keine Wahl gelassen. Zum einen müssen diese Arbeiten bis zum 1. März abgeschlossen sein, zum anderen fehlte uns zugegebenermaßen während des Schnees ein wenig die Lust aufs Sägen.
Entweder jetzt unter Einhaltung der Corona-Vorgaben, oder erst wieder im nächsten Winter. Hoch „Illonka" hat uns die Entscheidung leicht gemacht.


16. Februar 2021 – Winterimpressionen
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Nachdem sich der diesjährige Winter streckenweise so präsentiert hat, wie ein Winter in der Erinnerung war, musste der Weg der Winterspaziergänge zwangsläufig zu unseren Grundstücken führen. An diesem Weg wollen wir die Besucher unserer Seite teilhaben lassen.
So kann der Winter auf der Alb sein – 2021 zumindest ein paar Tage lang.
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Getroffen haben wir auch jemanden – zwei Ranger und eine Rangerin aus Schnee, die auf unsere Grundstücke aufpassen. Während sich die beiden Herren an den sonnigen Hängen am Weigoldsberg und Galgenberg wärmen konnten, hat unsere Schneefrau im eisigen Wind am Turm ihren Posten bezogen. Respekt!
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Respekt gebührt auch der Stinkenden Nieswurz, die schon Mitte Februar blüht. Der Pflanze wohlgesonnene Botaniker bezeichnen sie auch als Palmblättrige Nieswurz. Wer so selbstbewusst ist und schon im Schnee blüht, stört sich sicherlich nicht an „Stinkend".
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Sie ist jedenfalls ein erster Gruß des Frühjahres, auf das wir uns schon jetzt freuen.



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