Vogelzugbeobachtung am Fränkel

Unsere Vogelzugbeobachtung am Fränkel – jedes Jahr eine Wundertüte!

• 2022:
Hunderte Rauch- und Mehlschwalben waren unterwegs. Erstaunlich spät!
• 2023:
Tiefblauer Himmel, fehlende Kontraste und hochfliegende Zugvögel bei 30 Grad. Erstaunlich warm!
• 2024:
Die Weitsicht von einer weißen Wand verhüllt. Aus dem Nebel tauchten immer mal wieder schemenhaft kleinere Singvogelschwärme auf. Ein nebelverhangener Albtrauf – wenig erstaunlich im Oktober.
• 2025:
Eisiger Wind, Gegenwind für die Zugvögel. Dafür erstaunlich viele Ringeltaubenschwärme. Erstaunlich früh!

Und 2026?
In diesem Jahr hatten wir erstaunlich viele Besucherinnen und Besucher: Rund 30 Vogelfans waren bei unserem Birdwatch am Fränkel dabei. Leider haben uns diesmal die Zugvögel im Stich gelassen. Gefühlt waren mehr Menschen vor Ort als Vögel unterwegs.

Einige Misteldrosseln, ein paar mehr Ringeltauben, einige Buchfinken und Eichelhäher, zwei Buntspechte sowie je ein Rotmilan, Mäusebussard und Kolkrabe ließen sich blicken.

Der heimliche Höhepunkt des Tages: ein kleiner Kleinkrieg zwischen Turmfalke und Sperber um den besten Ast im Baum.

Irgendwie hatten die Vögel heute keine Lust auf Vogelzug.

Das Wetter hat uns dafür entschädigt: warm und wechselhaft bewölkt – ideal zum Entschleunigen, Fachsimpeln und Plaudern. Vielleicht haben die Zugvögel am heutigen Feiertag einfach dasselbe gemacht.

Wir sind jedenfalls schon gespannt, welche Wundertüte uns am 3. Oktober 2027 bei unserer nächsten Vogelzugbeobachtung am Fränkel erwartet!

Vogelzugbeobachtung am Fränkel 2026 - Turmfalke

Nachtrag: Was für Gegensätze!

Am 4. Oktober, also nur einen Tag nach unserer Vogelzugbeobachtung am Fränkel, war über Amstetten und Wittingen ordentlich was los:
Innerhalb von gerade einmal drei Stunden zogen dort mehr als 30 Ringeltaubenschwärme durch – insgesamt schätzungsweise 6.000 Tauben!

Jeder unserer rund 30 Besucherinnen und Besucher beim Birdwatch am Fränkel hätte sich seinen ganz persönlichen Schwarm aussuchen können. Dazu kamen bis in die späten Mittagsstunden noch unzählige durchziehende Kleinvögel.

Da fragt man sich doch: War am 3. Oktober bei unserer Vogelzugbeobachtung etwa Sabotage im Spiel?

Geht man so mit seinen Fans um, liebe Zugvögel?

Wir bleiben jedenfalls dabei: Die Vogelzugbeobachtung am Fränkel ist und bleibt eine Wundertüte – man weiß nur nie, was drin ist.