Biotoppflege Sielenwangwiese, Auendorf

Reichlich Hände – schnelles Ende!

Viele helfende Hände sind der wichtigste Baustein für eine erfolgreiche Biotoppflege. Heute kamen außerdem noch perfekte Bedingungen für einen zügigen Arbeitseinsatz dazu: Dank des Vormähens vor einigen Tagen und der seit Wochen ausbleibenden Niederschläge war das trockene Gras federleicht. Außerdem ist unsere Sielenwangwiese zum Glück noch eine überschaubare Fläche.

Im Vergleich zu unserem letzten Arbeitseinsatz haben wir allerdings einen Gang höher geschaltet: Statt Schatten gab es heute die volle Sonne – und statt einer ebenen Wiese einen Hang.

In zwei Wochen wartet bereits die nächste Herausforderung: die Ditzenbacher Galgenbergwiese. Dort spielen wir in einer anderen Liga. Die Fläche ist deutlich größer, die Hangneigung erheblich steiler. Mit den zehn Helferinnen und Helfern, die heute dabei waren, stoßen wir dort an unsere Grenzen.
Du hast Zeit und Lust, mit anzupacken? Dann komm gerne dazu! Jede helfende Hand zählt – und die Galgenbergwiese und natürlich auch wir freuen sich auf deine Unterstützung.

Warum wir beim Mähen bewusst Gras stehen lassen und ein „Verbrechen“ begünstigen

Vielleicht ist dir aufgefallen, dass einige Altgrasinseln auf der Wiese stehen geblieben sind. Nein, das war keine Schusseligkeit unseres Mäh-Teams – sondern ganz bewusst so geplant.

Dafür gibt es gleich mehrere gute Gründe: Dort blühen noch Wiesen-Flockenblumen und Dost – wertvolle Nahrungsquellen für Schmetterlinge, Hummeln und Wildbienen.

Außerdem bieten die Altgrasinseln wichtigen Schutz und Rückzugsräume. So hat zum Beispiel die Wespenspinne dort ihr Netz im hohen Gras aufgespannt und findet ideale Bedingungen für die Jagd.

Würden wir die gesamte Wiese auf einmal mähen, gingen vielen Insekten Nahrung, Verstecke und Lebensraum verloren. Deshalb bleibt bei der Biotoppflege immer ein Teil der Fläche stehen – für mehr Artenvielfalt.

Und das „Verbrechen“? Nun ja: Die Wespenspinne fängt dort ihre Beute. Auch Räuber gehören zu einem gesunden Ökosystem – und genau deshalb lassen wir ihnen ihren Lebensraum.