Aktuelle Termine

Rückblick auf das BNAN-Jahr der Bezirksgruppe Geislingen
Fr 09.Dez, 2022
19:30 Uhr

Unsere Aktivitäten 2020

24. Dezember 2020 - wir wünschen ...

Als wir am 24. Dezember 2019 mit einem sonnigen Winterbild von unserem Feuchtgebiet Turm ein gutes, gesundes neues Jahr wünschten, hat niemand geahnt, dass das Jahr 2020 für uns alle ein ganz spezielles, ein herausforderndes Jahr wird.

Weihnachten2020kCorona, Pandemie, Lockdown, Shutdown, exponentielles Wachstum, Sieben-Tage-Inzidenz, Social Distancing – viele dieser Worte haben einen großen Teil unseres Lebens und unseres Vereinslebens bestimmt. Vieles was unseren Verein ausmacht, die gesellige Gemeinschaft beim Sommerfest, das Danke-Schön-Essen für unsere Helfer, unseren weihnachtlichen Jahresrückblick, unsere gemeinsamen Exkursionen und Infoabende konnte nicht stattfinden. Das Jammern über nicht stattgefundene Vereins-Feste hilft nichts, unser aller Gesundheit steht an erster Stelle.

Das sich verabschiedende Jahr 2020 hat aber auch gezeigt, dass wir uns aufeinander verlassen können und freundschaftlich zusammen an einem Strang ziehen. Trotz Corona haben wir alle unsere aktiven Naturschutzarbeiten – sei es die Betreuung des Amphibienschutzzaunes oder unsere vielen Biotoppflegen – gemeinsam gemeistert. Nochmals ganz herzlichen Dank an alle Helferinnen und Helfer, die uns bei unserem Hauptanliegen als Naturschutz-
verband unterstützt haben.

Wir glauben fest daran, dass das nächste Jahr ein Besseres wird und freuen uns jetzt schon darauf, es gemeinsam mit Euch anzugehen!

Bis dahin wünschen wir allen unseren Helfern, allen Mitgliedern, allen Freunden des BNAN, allen Besuchern unserer Homepage, allen Besuchern unserer Seiten auf Facebook und Instagram

frohe, gesegnete Weihnachten und ein gutes, gesundes neues Jahr!



14. Dezember 2020 – Jahresprogramm 2021


Nicht als sachliche Aufreihung der einzelnen Termine, sondern optisch aufgepeppt durch unsere Kreativ-Abteilung.

Bitte beachten Sie, dass je nach Corona-Lage Veranstaltungen verschoben werden oder auch ausfallen können. Eventuell müssen wir zu den Veranstaltungen um eine Anmeldung bitten und die Teilnehmerzahl begrenzen. Hier auf unserer Homepage finden Sie laufend aktuelle Informationen zu den einzelnen Veranstaltungsterminen.



05. Dezember 2020 - Tag des Ehrenamtes: Wozu das Ganze?
Libellen20-01k
Warum opfern wir unsere freien Samstage? Warum vergießen wir Schweiß anstatt am Baggersee, im Freibad oder im Eiscafé zu relaxen? Eigentlich ist es ganz einfach: wir wollen die Artenvielfalt erhalten. Uns ist es eben nicht egal, dass immer weniger Frösche durch die Landschaft hüpfen, immer weniger Schmetterlinge fliegen und immer weniger Vögel zwitschern.

Je großflächiger, je eintöniger die Landschaft ist, desto weniger Arten sind dort zu finden. Schleichend sind in den letzten Jahrzehnten die kleinen, nutzlosen Randbiotope verschwunden. Tümpel, die bei uns Hülen heißen, feuchte Stellen, Feldraine, Feldhecken standen einer effizienten Nutzung im Weg und sind jetzt weg.

Im Umkehrschluss gilt: je vielfältiger die Landschaft, je vielfältiger das Biotop ist, desto mehr Arten kommen darin vor. Bei der Artenvielfalt unseres Feuchtgebiets am Turm denken wir zuerst an die dort vorkommenden Amphibien, an die unterschiedlichen Pflanzen, vielleicht noch an die Vögel. Die Artenvielfalt der Insekten fällt hingegen aufgrund deren Größe nicht sofort ins Auge.

Daher wollen wir die Libellen als Botschafter der Artenvielfalt ins Bild setzen. Über 30 unterschiedliche Arten konnten wir dort schon feststellen. Auf alle Arten einzugehen würde sicherlich diesen Rahmen sprengen. Deshalb beschränken wir uns auf die Hälfte der Libellenarten unter dem Gesichtspunkt Strukturvielfalt = Artenvielfalt.

Libellen20-02kDie Westliche Weidenjungfer benötigt für ihre Eiablage am Ufer stehende Weiden oder Erlen, deren Äste über die Wasseroberfläche hängen. Das Weibchen legt die Eier unter die Rinde dieser Gehölze. Die im nächsten Frühjahr schlüpfenden Larven lassen sich ins Wasser fallen. Fällt eine doch an Land, dann hüpft die Larve Richtung Wasser. An idealen Bäumen kann es auch mal zu einem Gedränge mehrerer eiablegender Paare kommen.

Gewässer mittlerer Größe mit Wald und Bäumen in der Nähe ist der Lebensraum der Glänzenden Smaragdlibelle und ihrer Schwesterart, der Falkenlibelle. Während die erste Art ruhelos im Schatten fliegt, meidet die Falkenlibelle schattigen Bereiche und fliegt am besonnten Ufer.

Libellen20-03kLibellen20-04k
Wichtig sind für Männchen der am Turm vorkommenden Heidelibellen – der Großen Heidelibelle und der Blutroten Heidelibelle – erhöhte Sitzwarten, von der aus sie nach Beute und paarungsbereiten Weibchen Ausschau halten. Zur Eiablage sucht das Weibchen der Blutroten Heidelibelle im Sommer ausgetrockneten, im Frühjahr überfluteten Stellen mit dichter, niedriger Vegetation auf.

Libellen20-05kLibellen20-06k







Ganz andere Strukturen benötigt die Gemeine Binsenjungfer. Sie braucht zur Eiablage senkrecht aus dem Wasser ragende Halme, beispielsweise die namensgebende Binsen.
Libellen20-07kLibellen20-08k









Libellen20-09k

Der Vierfleck kann leicht von den anderen Libellen unterschieden werden. Er hat auf der Vorderkante jedes Flügelpaars vier dunkle Flecken, also auf jedem Flügel zwei. Das Männchen thront auf einer erhöhten Sitzwarte, zu der es immer wieder zurückkommt. Er kommt gern an besonnten, vegetationsreichen Gewässern mit freier Wasserfläche vor.


Libellen20-10k



Auch die Große Königslibelle bevorzugt sonnige, pflanzenreiche Teiche und Tümpel mit offener Wasserfläche. Das Männchen patrouilliert ausdauernd über dem Wasser und vertreibt andere Libellen aus seinem Revier.





Im Röhrichtbereich des Gewässers ist die wärmeliebende Keilfleck-Mosaikjungfer zu finden. Ihre Patrouille entlang des Schilfes unterbricht sie immer mal wieder für längere Ruhepausen im Schilf. Die Torf-Mosaikjungfer ist im Tiefland eine typische Libelle der Moore ist. Mit zunehmender Höhenlage nimmt diese Bindung ab. Im Mittelgebirge kommt sie auch an Waldweihern vor.

Libellen20-11kLibellen20-12k











Libellen20-13k

Erst seit Mitte der 1990er-Jahre ist die Feuerlibelle in Süddeutschland heimisch. Die ursprünglich aus der Mittelmeerregion stammende Art hat sich inzwischen bis nach Norddeutschland ausgebreitet. Ihr Lebensraum sind flache, sich schnell erwärmende Gewässer mit üppiger Unterwasservegetation. Angrenzende Hochstaudenfluren und Wiesen – wie sie an der dritten Seite unseres an zwei Seiten an den Wald grenzenden Dreieck-Grundstücks vorhanden sind – werden von der Feuerlibelle als Jagd- und Ruhegebiet genutzt.



Eine sehr scheue Libelle ist das Große Granatauge. Die Männchen sitzen gern auf den Schwimmblättern in der Teichmitte und verteidigen ihre kleinen Reviere gegen Eindringlinge. Die Eiablage findet an den Stängeln der Wasserpflanzen statt. Dazu kann das Weibchen bis zu 60 Zentimeter tief eintauchen und fast eine Stunde unter Wasser verharren.

Libellen20-14kUnter den Libellen gibt es auch anspruchslose Arten, die vielerlei Gewässer besiedeln. Natürlich kommen auch diese am Turm vor. Aber auch am Gartenteich. Die Rede ist von den beiden Kleinlibellenarten Früher Adonislibelle und Hufeisen-Azurjungfer, sowie der Großlibellenart Blaugrüner Mosaikjungfer. Obwohl die Blaugrüne Mosaikjungfer ein geschickter Flugjäger ist, verfliegt sie sich gelegentlich in unsere Wohnungen.
Keine Angst! Libellen können nicht stechen! Auch wenn das hartnäckigen Gerücht das Gegenteil behauptet.

Libellen20-15kLibellen20-16k












Libellen20-17k


Alle am Turm vorkommenden Libellen überwintern als Ei oder als Larve. Alle? Es gibt eine Ausnahme: die Gemeine Winterlibelle. Sie ist die erste Libelle im Jahr, die am Turm beobachtet werden kann. Ihr Lebensraum sind Gewässer mit Röhricht und Seggen. Überwintert wird in geschützten Quartieren, die, falls in Gewässernähe keine vorhanden sind, auch einige Kilometer weit weg sein können.

Strukturvielfalt = Artenvielfalt. Manche Standortfaktoren liegen nicht in unserer Hand. Beispielsweise der angerenzende Wald mit seiner Vielzahl unterschiedlicher Baumarten oder die Heuwiese auf der anderen Grundstücksseite. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die örtliche Forstverwaltung und Landwirtschaft für die partnerschaftliche Zusammenarbeit. In unserer Hand liegt unser Feuchtgebiet Turm, dessen Zustand wir durch vorsichtige, aber stetige Pflege im Hinblick auf die Artenvielfalt erhalten. Gelegentlich muss zur Pflege auch der große Hammer in Form eines Maschineneinsatzes, wie in diesem November geschehen, herausgeholt werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich das Gleichgewicht zwischen Licht und Schatten, zwischen offener Wasserfläche und Röhricht zu Ungunsten der Artenvielfalt verschiebt.

Libellen20-18kAuch diese, auf den ersten Blick vielleicht etwas rabiat wirkende Maßnahme, die wir in Kooperation mit dem Landschaftserhaltungsverband Göppingen durchgeführt haben, sichert den Lebensraum einer Libelle am Turm, der Großen Moosjungfer. Die Große Moosjunger ist eine als gefährdet eingestufte Art, die nach der europäischen FFH-Richtlinie den höchsten Schutzstatus genießt.

Das Vorkommen dieser seltenen Libelle am Turm und deren Arterhalt ist uns ein besonderes Anliegen.




20. November 2020 - BNAN Feuchtgebiet Turm, Grünenberg
Turm2020-11H-01k
„Heast as nit, wia die Zeit vergeht" ...."Die Jungen san oid worn...." – der meist nebelverhangene November ist der Monat, in dem man mit Hubert von Goisern melancholisch werden darf.
Andererseits besteht für Melancholie eigentlich kein Anlass. Anlass besteht zur Freude. Zur Freude über mehr als 40 Jahre BNAN Bezirksgruppe Geislingen. Zur Freude über viele aktive Helferinnen und Helfer, die die Ideale derer, die 1979 mit Spaten, Schaufel und Schubkarren geschuftet haben um unseren Mitgeschöpfen ein Überleben zu ermöglichen, immer noch leben. Wie in allen anderen Naturschutzvereinen auch: ehrenamtlich, unentgeltlich und die Freizeit „opfernd".

Wir haben im Archiv gewühlt und gegraben. Hier ein paar Bilder von unseren Anfängen am Feuchtgebiet Turm: 1979 als Kontrast zum Maschineneinsatz in dieser Woche.
Turm2020-11H-02kTurm2020-11H-03k







Turm2020-11H-04kTurm2020-11H-05k







Turm2020-11H-06kTurm2020-11H-07k







Turm2020-11H-08kTurm2020-11H-09k



























17. November 2020 – Biotoppflege Turm, Grünenberg
Turm2020-11-00k
Es sieht auf den ersten Blick martialisch aus – schweres Gerät in und am unserem Turm-Tümpel.

Turm2020-11-06kNachdem wir dort seit fast zehn Jahren keine größeren Eingriffe mehr gemacht haben, ist es jetzt an der Zeit das üppig wuchernde Schilf zurückzudrängen. So harmonisch ein sich selbst überlassener Teich auch wirkt, unser dortiges Hauptaugenmerk liegt im Erhalt bedrohter Amphibien und Libellen. In unserem Feuchtgebiet kommen viele verschiedene Arten, darunter auch streng geschützte FFH-Arten, vor. Über 30 unterschiedliche Libellen – immerhin ein Drittel der in Deutschland vorkommenden Arten - haben wir dort schon nachgewiesen. Deren Lebensraum – die offene Wasserfläche – wurde vom Schilf im Lauf der Jahre immer mehr verkleinert.

Obwohl das schwere Gerät im Teich etwas befremdet: mit dem eingesetzten Schwimm-Ketten-Mäher der Firma Schäfer konnte der Eingriff sehr schonend durchgeführt werden. Jetzt zeigt der Teich plötzlich wieder Ecken, die sich jahrelang hinter dem Schilfvorhang versteckt hatten. Im nächsten Frühjahr, wenn die Vegetation wieder erwacht, musst du sicherlich sehr genau hinschauen, um noch Spuren der kurzfristig martialisch wirkenden Pflegemaßnahme zu erahnen.

Manchmal muss man zur dauerhaften Sicherung eines Lebensraums eben klotzen.

Turm2020-11-02kNTurm2020-11-03k








Turm2020-11-04kTurm2020-11-05k



















07. November 2020 – Doppelbiotoppflege Gostalwiese, Unterdrackenstein und Turm, Grünenberg
GTW2020 01k
Belohnung für fleißige Biotoppfleger – natürlich auch für Biotoppflegerinnen. Bei manchen Spielen erhält man nach Erreichen eines bestimmten Levels Zusatzpunkte oder Freispiele. Bei manchem Geocache gibt es zum Schluss noch einen Bonus-Cache. Wir hatten heute – drei Wochen nach dem offiziellen Abschluss unserer erfolgreichen Pflegesaison - noch zwei Bonus-Biotoppflegen. Coronabedingt mit stark reduzierter Mannschaft, so dass leider nicht alle unserer fleißigen Helferinnen und Helfer in den Genuss der Freiluftarbeit kommen konnten.
GTW2020 02kGTW2020 03k








Die eine Biotoppflege fand auf der Gostalwiese statt. Unsere Gostalwiese ist unser kleinstes Grundstück. Trotzdem groß genug um sich aus dem Weg zu gehen und einen Abstand einzuhalten. Zumal wir uns dort viele kleinere Arbeiten vorgenommen und umgesetzt haben: Mähen mit dem Freischneider, abrechen und Abtransport mit der Heugabel, sowie das Zurückschneiden einiger Haselnusssträucher.
GTW2020 04k
Unser zweites Team – genauer ein 1-Mann-Team – war an unserem Feuchtgebiet Turm und hat dort die wuchernden Brombeeren und das Gras am Rand der Tümpel gemäht und einige kleinere, die Tümpel immer mehr beschattende, Bäumchen entfernt.
Für unseren einsamen Arbeiter gab es noch eine besondere Belohnung, einen Zusatzbonus:
34 Kraniche sind über ihn hinweg gezogen.





17. Oktober 2020 – Biotoppflege Kuhbergwiese, Nenningen
Kuhberg2020-00k
Vor zwei Jahren war unser Resümee Ende Oktober, zum Abschluss unserer damaligen, durchwegs trockenen und sonnigen Biotoppflege-Saison: „Das sonnige i-Tüpfelchen auf unseren 2018er-Pflegeiensätzen war uns leider nicht vergönnt. Unsere finale Biotoppflege am „Turm" haben wir bei leichtem Regen und spätherbstlichen Temperaturen durchgeführt. Na ja, irgendwann geht auch die längste Gut-Wetter-Glückssträhne zu Ende."

Kuhberg2020-02kIn diesem Jahr sind wir einige Male nass geworden. Unser Gedächtnis ist hier leider sehr subjektiv. Die zeitlich nahen, verregneten Arbeitseinsätze sind noch viel präsenter als die trockenen, sonnigen. Und dann gab es noch die Biotoppflege am Galgenberg, bei der wir – wir wiederholen uns – soichnass wurden. Diese Erfahrung stellt gleich mehrere Schön-Wetter-Arbeitseinsätze in den Schatten. Aus reinem Egoismus auf gutes Wetter zu hoffen (auch wenn da die Arbeit leichter von der Hand geht) ist nach einigen viel zu trockenen Jahren sicherlich der falsche Ansatz. Gönnen wir der Natur den Regen, wir können uns bei unseren outdoor-Aktivitäten mit funktionaler Bekleidung behelfen.

Kuhberg2020-01kHeute war der letzte unserer fest terminierten Pflegeeinsätze. Kein goldener Oktober, ein typischer Herbsttag. Das Gras leicht feucht, von oben sind wir (bis auf wenige Nieseltropfen) trocken geblieben. Eher kühl, unseren 14 Helferinnen und Helfern wurde es auf der Hangwiese trotzdem warm.

Unser diesjähriges Resümee: die Biotoppflege auf der Kuhbergwiese war das versöhnliche i-Tüpfelchen auf der teilweise verregneten 2020er-Pflegesaison. Trotz Wetterkapriolen, trotz Corona konnten wir alle Arbeiten wie geplant abschließen. Dies gelingt nur mit Helfern, die zu 100 % hinter unseren Biotop- und Artenschutz-Arbeiten stehen. Nochmals vielen Dank für euren Einsatz!


10. Oktober 2020 – Biotoppflege Weigoldsberg Heide, Reichenbach im Täle
WGBH2020-01k
WGBH2020-02kDie Weigoldsbergheide ist unser ältestes Grundstück. Seit 1980 mähen wir jährlich die Heide um diesen wertvollen Lebensraum zu erhalten. Küchenschellen, Berg-Kronwicken, Graslilien, Enziane, Gold- und Silberdistel, die Hirschwurz und einige Orchideenarten kommen dort vor. Natürlich auch manche Schmetterlinge, Käfer, Spinnen und Grashüpfer.

Beim Erwerb des Grundstückes vor 40 Jahren, ein Jahr nach Gründung unserer Bezirksgruppe, hat uns die Loki-Schmidt-Stiftung großzügig finanziell unterstützt. Vor 40 Jahren haben wir uns selbstverständlich dafür bedankt, damals auf analogem Weg.
Wir wollen diesen Dank in unserer digitalen Welt gerne erneuern: nochmals vielen Dank fürs „Unter-die-Arme-greifen"!

Auch unseren Helfern ein herzliches Dankeschön. Das Wetter war auch heute mal wieder suboptimal. Nass und nicht wirklich warm. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass sich bei diesem Wetter 12 Helferinnen und Helfer ehrenamtlich, für ein Dankeschön und einen Teil ihres freien Wochenendes opfernd, für den Erhalt unserer Biotope einsetzen.
WGBH2020-03kWGBH2020-04k














03. Oktober 2020 - Vogelzugbeobachtung am Fränkel – Birdwatch am Albtrauf
Vogelzug Fränkel2020k
Seit Jahren beobachten wir am 3. Oktober den Vogelzug über die Schwäbische Alb. Jedes Jahr gibt es unterschiedliches zu entdecken, jedes Jahr ist das Wetter und unsere Gruppenzusammensetzung anders. In diesem Jahr haben wir – BNAN Geislingen, NABU Süßen und NABU Geislingen - die Lücke zwischen dem Auflösen des an den Bergen hängenden Nebels und eines heran rauschenden Regenbandes für unsere Beobachtungen ausgenutzt. Der Fränkel ist für die Vogelbeobachtung ideal, da er einerseits eine super Weitsicht über das untere Filstal bietet, andererseits verdichtet sich der Vogelzug im Taleinschnitt zwischen Fränkel und Burren, gerade bei nebelverhüllten Bergen.

Einziger Wermutstropfen war das nicht optimale Licht. Heute Morgen waren nicht nur die Katzen grau, sondern fast alle Vögel schwarz. Unsere Vogelexperten können auch bei diesen Bedingungen die vorbeiziehenden Vögel anhand von Silhouette, Flügelschlag und Kontaktrufen bestimmen.

Was haben wir gesehen / gehört? Hunderte Kernbeißer, viele Buch- und Grünfinken, Erlenzeisige und Singdrosseln, einige Feldlerchen, Wiesenpieper, Heckenbraunellen, Zilpzalpe, Mistel- und Wacholderdrosseln, Hausrotschwänze, einen kleineren Trupp Hohltauben und den ersten Ringeltaubenschwarm der Saison. Ein paar Rotmilane, Mäusebussarde und Turmfalken, sowie die letzten Rauch- und Mehlschwalben. Vereinzelt war im Finkenschwarm der Ruf eines Bergfinken zu hören. Auch eine einsame Rotdrossel machte durch ihren Ruf auf sich aufmerksam. Stationär anwesend waren Schwarz- und Buntspecht, Kolkraben, Eichelhäher und ein Sperber.
Alles in allem: mindestens 26 unterschiedliche Vogelarten, mit den lautstark gegen die Nichterwähnung protestierenden Rabenkrähen, mindestens 27.


26. September 2020 – Biotoppflege Galgenbergwiese, Bad Ditzenbach
GBW2020-09 00k
GBW2020-09 01kUnsere Galgenbergwiese ist ein besonderes Fleckchen Erde, dass viele unserer aktiven Helfer lieb gewonnen haben. Wir haben dort seit 1982 inzwischen über 100 Pflegeeinsätze durchgeführt und über 3.000 Stunden gemeinnützige Arbeit zum Erhalt des Lebensraums geleistet. Wie du siehst: die Wiese liegt uns am Herzen.

In diesem Jahr hat die Galgenbergwiese unsere Liebe bei den Pflegeeinsätzen so gar nicht erwidert.
Am 22. August hat es in Strömen gegossen, so dass wir klatschnass wurden. Damals war es glücklicherweise noch richtig warm, der Regen beinahe erfrischend.GBW2020-09 02k
(Zugegeben: das ist jetzt die Verklärung der noch nicht allzu lang zurückliegenden „guten, alten Zeit").

Heute sind wir auf der Galgenbergwiese schon wieder nass geworden. Bei Temperaturen um acht Grad war die Nässe deutlich unangenehmer als im August. Da wir jedoch beim ersten Arbeitseinsatz weit mehr als die Hälfte der Wiese gemäht und abgeräumt haben, war der heutige Einsatz schlussendlich ein Kinderspiel.

Wir sind jetzt auf der Zielgeraden und haben noch GBW2020-09 03kzwei Pflegeeinsätze fest eingeplant. Wir lassen uns überraschen, was das Wetter noch mit uns vorhat. Falls du kurzentschlossen Lust hast, uns bei der Biotoppflege zu unterstützen: die Termine und Treffpunkte findest du auf rechts auf dieser Seite.

Keine Angst, wir beißen nicht und sind auch bei nicht ganz optimalem Wetter gut drauf!






12. September 2020 - Biotoppflege Weigoldsberg Wiese, Hausen
WGBW20-00k
WGBW20-01kWir haben gerade so einen Flow (neudeutsch für Lauf oder Schaffensrausch), dass wir unbemerkt, ohne eine Halbzeitpause einzulegen, in der zweiten Hälfte unserer Pflegeeinsätze angekommen sind. Nachdem alle unsere Helferinnen und Helfer noch putzmunter und topfit sind, sich weder humpelnd noch das Kreuz haltend über unsere Spielfelder bewegen und wir beim vorsetzten Arbeitseinsatz ausgiebigst geduscht wurden, scheint eine Erholungspause, eine Regenerierungsphase nicht notwendig gewesen zu sein.

Am Top-Zustand der Mannschaft hat unser Caterer (neudeutsch für Versperbua) einen großen Anteil.WGBW20-03k Wir werden von ihm nach jedem Einsatz mit einer großen Auswahl von leckeren Speisen und Getränken versorgt.

Auch wenn wir jetzt einen Einzelnen (gegen seinen Willen) ins Rampenlicht gezerrt haben, unsere Biotoppflege funktioniert nur als Mannschaft. Dabei ist es egal, ob die Eine einen großen Grashaufen bewegt oder der Andere mehrere kleine. Bei uns zählt nur, sich aktiv für unsere Flora und Fauna einzusetzen. In der ersten Halbzeit haben wir eine tolle, champions-league-reife Mannschaftsleistung erlebt.
WGBW20-02kJungs und Mädels, Mädels und Jungs: wir sind stolz auf euch!

War sonst noch was? Auf der benachbarten Heide haben wir ein Bergkronwicken-Widderchen entdeckt, dass sich nicht an das Regelwerk im Lehrbuch (Flugzeit im ersten August-Drittel) gehalten hat.
Die regelmäßige Biotoppflege am Weigoldsberg, durch uns auf unseren Grundstücken und das örtliche Forstrevier auf den angrenzenden Wacholderheiden, trägt dazu bei, die Lebensräume dieser stark gefährdeten Art offen zu halten.



05. September 2020 - Biotoppflege Sielenwangwiese, Auendorf
Sielenwang2020-01k
„Auf Regen folgt Sonnenschein"! Das prophezeite schon der Seher Lügfix in den Asterix-Heften. Nachdem wir bei unserer letzten Biotoppflege – auf gut schwäbisch – soichnass wurden, hat sich der heutige Samstag, der erste Samstag nach dem meteorlogischen Herbstanfang, von der angenehmen Seite präsentiert.

Nicht zu warm, ab und zu ein paar harmlose, aber interessante Wolken, viel Sonne und am Himmel eine Menge durchziehender Schwalben, Greifvögel sowie ein verspäteter Mauersegler.

So wurde die Biotoppflege unserer Sielenwangwiese zu einem Kinderspiel. Das lag natürlich in erster Linie an den 15 Helfern, die mal wieder richtig Gas gegeben haben.


02. September 2020 - Die Zauneidechse, Reptil des Jahres 2020
Zauneidechse2020-00k
Wanted! Gesucht wird der Saboteur, der die Kosten unserer schönen Großprojekte regelmäßig in die Höhe treibt!

Zauneidechse2020-01kWie! So klein ist der! Das sieht eher nach einem Sündenbock aus. Möglicherweise um von den wirklich Verantwortlichen in Politik und Planung abzulenken. Unumstößliche Tatsache ist, die Zauneidechse hat das Recht auf ihrer Seite.

Die Zauneidechse ist eine nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union geschützte Art. Diese Richtlinie schreibt vor, dass in jedem Land der EU nicht nur das Tier geschützt ist, sondern, dass es auch verboten ist ihren Lebensraum zu beschädigen und zu zerstören. Wenn der Lebensraum im Zuge einer Baumaßnahme nicht erhalten werden kann, dann wird versucht, die ZauneidechseZauneidechse2020-02k
einzufangen und umzusiedeln. Meist mit wenig nachhaltigem Erfolg.

Ansprüche hat die Zauneidechse an ihren Lebensraum eigentlich wenig. Die wechselwarme Sonnenanbeterin hätte gerne eine höhere, nicht zu dichte Vegetationsschicht als Sichtschutz, lockeren, sich schnell erwärmenden Boden für die Eiablage und natürlich viel Sonne. Dies fand die Zauneidechse an den Waldsäumen, Feldrainen, Feldhecken, Weg- und Straßenrändern, Bahndämmen, Ruderalflächen, aber auch in unseren traditionell bewirtschafteten Gärten. Zauneidechse2020-03kDiese strukturreichen Lebensräume werden jedoch immer weniger, so dass sich die Zauneidechse inzwischen auf der Vorwarnliste der Roten Liste wiederfindet. Um auf die Gefährdung der Eidechse hinzuweisen wurde die Zauneidechse zum Reptil des Jahres 2020 gekürt.

Im Vergleich zu den anderen bei uns vorkommenden Eidechsenarten erscheint die Zauneidechse relativ plump, mit kurzem, kräftigem Schwanz und kurzen Beinen. Den Schwanz kann sie bei Gefahr abwerfen, so dass sich der Beutegreifer mit dem zuckenden Schwanz beschäftigt und die Echse entkommen kann. Männchen und Weibchen unterscheiden sich inZauneidechse2020-04k der Färbung. Die Weibchen haben eine gelblichbraune bis graubraune Grundfärbung, die Männchen sind besonders in der Paarungszeit am Kopf, den Beinen und Flanken intensiv grün gefärbt. Der Rücken hat meist einen dunklen Strich, gelegentlich ist er auch komplett rötlich. Es gibt auch Eidechsen, die komplett grün sind.

Langer Rede, ... Den zweiten Teil des Spruches schenken wir uns. Das A und O sind reich strukturierte Lebensräume mit Steinhaufen, Totholz, Altgrasinseln, offenen Böden und so weiter.

Das was wir im Großen auf unseren vereinseigenen Grundstücken erhalten kann jeder für sich im Kleinen in seinem Garten ebenso.
Zauneidechse2020-05k


22. August 2020 - Biotoppflege Galgenbergwiese, Bad Ditzenbach
2020-08-22 Galgenberg01k
„I'm singin' in the rain ... what a glorious feeling, I'm happy again."
Gesungen haben wir zwar nicht, trotzdem hat die heutige Biotoppflege auf unserer Galgenbergwiese Spaß gemacht. In den letzten Jahren war das Mähen und Abräumen der Galgenbergwiese eine Hitzeschlacht. Heute war es zur Abwechslung mal eine Wasserschlacht, bei der nichts, wirklich gar nichts trocken blieb. Situativ kam ein neuer Filter zur Anwendung: „Wasser auf der Linse". Aber alles halb so wild, der Regen war zum Glück warm.
„I'm laughing at clouds, so dark, up above, the sun's in my heart."
Bei unserem nächsten Pflegeeinsatz in 14 Tagen auf der Sielenwangwiese scheint sicherlich die Sonne nicht nur in den Herzen sondern auch wieder über der Wiese.
2020-08-22 Galgenberg02k2020-08-22 Galgenberg03k














Galgenberg2020-08 03kGalgenberg2020-08 02k












Galgenberg2020-08 01kGalgenberg2020-08 04k













20. August 2020 - Schülerferienprogramm „Mit dem Ökomobil an der Fils"
2020-08-20 Ökomobil k
Unser Geislingen trägt nicht nur den Namenszusatz „an der Steige", sondern schmückt sich auch mit dem Titel Fünftälerstadt. Die Täler der Rohrach, der Eyb, des Längentalbaches sowie Oberes und Unteres Filstal treffen hier aufeinander. Am Übergang vom oberen zum unteren Filstal haben wir heute das Ökosystem der Fils untersucht.

Wer sind wir? Das Team des Ökomobils, dem rollenden Labor des Regierungspräsidiums Stuttgart, zwei Betreuer der örtlichen Naturschutzverbände NABU und BNAN und als Hauptakteure 12 Kinder aus Geislingen und der näheren Umgebung.

Dieses Jahr war im Vergleich zu den vorhergehenden Veranstaltungen manches anders. Eine begrenzte Zahl Teilnehmer, Masken und Abstände, keine Gruppenarbeit und mikroskopieren unter freiem Himmel.

Ähnlich wie in den Vorjahren waren die in der Fils vorgefundenen Kleinstlebewesen, sowohl hinsichtlich der verschiedenen Arten als auch in der Individuen-Anzahl. Wassermilben, Larven der Zuckmücken, Eintagsfliegen und Köcherfliegen, kleine Wasserschnecken, ein Achtaugenegel und ein Bachflohkrebs. Der eine Bachflohkrebs ist aber auch nichts Neues mehr. Die einst massenhaft in der Fils vorkommende Art ist seit 2018 beinahe verschwunden. Liegt es an den heißen, trockenen Sommern oder wird die Gewässerqualität von anderen, uns unbekannten Faktoren verändert? Verfestigt sich die Situation oder ist im nächsten Jahr, wenn es wieder heißt „Mit dem Ökomobil an der Fils", manches wieder anders?
Vielleicht liegt dann auch weniger Müll im Flüsschen.


15. August 2020 – Biotoppflege Talbachwiese, Unterböhringen
Talbach 2020-00k
Jedes Jahr stellt sich uns auf der Talbachwiese immer wieder dieselbe Frage: schaffen wir die Wiese, oder schafft die Wiese uns? Die Frage ist noch nicht final geklärt. Die Antwort für dieses Jahr lautet: sowohl als auch!

Talbach 2020-04kWarm war's. So warm, dass unsere Getränke fast nicht ausgereicht haben. Aber nur fast. Unseren Versperbuben in Verlegenheit zu bringen, das schafft nicht mal die Talbachwiese.

Um ehrlich zu sein: wir hatten in diesem Jahr „Unterstützung" bei der Biotoppflege.
Unsere kleinen, schwarzen Freunde haben sich am Rand der Wiese intensiv um die Brennnesseln gekümmert. Eine wirkliche Hilfe waren sie jedoch nicht. Die üppig gewachsene, verblühte Hochstaudenflur abzumähen und abzurechen war dann doch unsere Aufgabe. Wir haben sie geschafft!

In diesem Jahr waren wir schon auf einer ebenen, hoch oben auf dem Berg gelegene Wiese und auf einer ebenen Wiese im Talgrund. Zur Abwechslung findet der nächste Arbeitseinsatz auf einer am Hang gelegenen Wiese statt.
Talbach 2020-01kTalbach 2020-02k














14. August 2020 - „Welttag der Eidechse – World Lizard Day"
2020-08-14 Zauneidechse Z2 HPK

Es gibt Tage, da wird man auf dem falschen Fuß erwischt. So ein Tag ist heute, denn heute ist der „Welttag der Eidechse – World Lizard Day". So wirklich bewusst war uns das nicht, denn sonst hätten wir uns darauf vorbereitet. Denn über das Reptil des Jahres 2020 – die Zauneidechse – wollten wir sowieso noch was schreiben.

Das Bild ist als Appetitanreger für den noch kommenden Beitrag gedacht.



02. August 2020 - Warum wir Wiesen mähen?
2020-08-02 Koi600
Das verraten wir euch an dieser Stelle nicht. In der aktuellen August-Ausgabe von koi Geislingen, unserem Lieblings-Stadtmagazin, wird die Frage in einem lesenswerten Artikel beantwortet. Die August-Ausgabe ist als online-Blätterversion auf koi-stadtmagazin.de und in Papierform in vielen Geschäften in Geislingen und um Geislingen zu finden.

Soviel sei vorab verraten: wir mähen die Wiesen nicht, weil uns samstags langweilig ist und wir gerne schwitzen.


01. August 2020 - Biotoppflege Rohrachtal, Geislingen
Rohrachtal2020-8-01k
Am letzten Wochenende hätten eigentlich die Geislinger Festtage – Hock, Tag der Jugend und Kinderfest – stattgefunden. Nebenbei bemerkt: das Kinderfest hat immerhin eine Tradition, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht.

Rohrachtal2020-8-02kAuch wir haben am ersten Ferienwochenende zwei etablierte Veranstaltungen in Geislingen, genauer im Geislinger Rohrachtal. Zugegebener Maßen ist unsere Tradition eher ein Traditiönle. Freitags sind wir mit dem Geislinger Schülerferienprogramm im Rohrachtal unterwegs, am Samstag rechen wir zusammen mit dem NABU Geislingen die Hangwiese im Rohrachtal ab.

Sowohl die Festtage als auch unser Beitrag zum Schülerferienprogamm sind Opfer von Corona geworden.

Unser Pflegeeinsatz hat jedoch stattgefunden.
Dank der Tatkraft unserer jungen bzw. junggebliebenen Wilden war das Abrechen der Wiese, trotz der schon am frühen Morgen hochsommerlichen Temperaturen, ruck-zuck erledigt. Teamarbeit eben!
Rohrachtal2020-8-03kRohrachtal2020-8-04k














30. Juli 2020 - Biotoppflege Feuchtgebiet Turm, Gingen-Grünenberg
Turm2020-00k
Endlich Ferien! „St. Tropez bei uns am Baggersee". Wir gehen jedes Jahr einmal ins Wasser, jedoch nicht zur Abkühlung sondern zur Biotoppflege. Nichts da mit auf-die-faule-Haut-liegen, bei uns geht jetzt die Biotoppflegesaison richtig los.

Bei der Biotoppflege auf unseren Wiesen sind wir auf eure Power angewiesen, das geht nur mit einer großen Mannschaft. Bei den Wasserspielen in unserem Feuchtgebiet Turm ist unser „special team" gefragt.
Turm2020-01k
Welche Voraussetzungen muss man für das Team mitbringen?
1. Eine gewisse Größe ist vorteilhaft. Dann geht das Wasser nur bis zur Brust und nicht bis zur Nase.
2. Furchtlosigkeit. Es kann schon mal passieren, dass eine Begegnung mit den Ringelnattern auf Augenhöhe erfolgt.
3. Coolness: wenn der Fuß mal meint, im Schlamm stecken bleiben zu wollen
4. Resistenz gegen alle möglichen stechenden Insekten oberhalb der Wasserfläche, wie Bremsen und Schnaken.
Turm2020-02k5. Die richtige Ausrüstung, sprich eine Wathose, zum Schutz gegen die schmerzhaft stechenden Rückenschwimmer unterhalb der Wasseroberfläche.
6. Freude am Arbeiten in feucht-warmen Klima. Nachdem die Wathosen kein Wasser von außen durchlassen, ist es natürlich umgekehrt auch so. Der Arbeits-Schweiß, vielleicht auch ein klitzeklein wenig Angstschweiß, bleibt materialbedingt in der Hose.

Warum das alles?
Wir versuchen in unserem Biotop vielen unterschiedlichen Amphibien optimale Lebensräume zu bieten. Dazu gehört auch eine teilweise offene Wasserfläche. Turm2020-03kDesweiteren bildet sich durch das Absterben der Pflanzen am Gewässergrund Faulschlamm, der die Wasserqualität bzw. den Sauerstoffgehalt mindert.
Zum Erhalt des Artenreichtums entnehmen wir jedes Jahr im Hochsommer, wenn aus den Kaulquappen Frösche, Kröten und Molche geworden sind, die Vogelkinder flügge sind, die allermeisten Pflanzen verblüht sind und die Libellen noch keine Eier gelegt haben, schonend einen Teil der Wasserpflanzen.

Auch im Turm war es problemlos möglich Abstände zum Mitmenchen einzuhalten. Unsere Mit-Insekten haben da noch kleinere Schwierigkeiten.



25. Juli 2020 – Biotoppflege Haarbergwiese, Reichenbach im Täle
Haarberg2020-01k
Haarberg2020-02kDas war er also, unser erster Arbeitseinsatz im Corona-Zeitalter. Im Vorfeld kamen manche Fragen auf: wie läuft jetzt ein Pflegeeinsatz ab und kommt überhaupt jemand zu helfen?

Die erste Frage konnte mit „so wie immer" beantwortet werden. Da das Grundstück über 230 Meter lang ist, ist dort genug Platz vorhanden um sich aus dem Weg zu gehen. Dazu haben Grasrechen und Heugabel eine Länge, die einen gewissen Abstand erfordert damit man ohne sich zu behindern arbeiten kann.

Haarberg2020-04kDie zweite Frage war aus zweierlei Gründen die wichtigere. Der einen hängt mit Corona zusammen, der andere mit dem Anmarschweg zum eigentlichen Arbeitsplatz. Vor der eigentlichen Arbeit wartet erst einmal ein, in einigen knackigen Anstiegen zu bewältigender Höhenunterschied von über 130 Metern.

Wir haben jedoch Helfer, auf die wir uns verlassen können. Pünktlich um 9 Uhr hatten wir die Manpower auf der Fläche. Wobei Manpower der falsche Ausdruck ist. Woman- und Man-Power ist korrekt.

Haarberg2020-03kDrei Frauen und ein paar mehr Männer rechten und gabelten das Gras um die Wette, so dass die von den Hecken und Bäumen beschattete Wiese ruck-zuck abgeräumt war.

Wie jedes Jahr fangen wir bei unseren Arbeitseinsätzen mit nicht so arbeitsintensiven Wiesen an und steigern uns dann. Die nächsten Arbeitseinsätze werden knackiger. Wenn Sie Zeit haben, weil vielleicht der diesjährige Sommerurlaub nicht so wie erhofft stattfinden kann, und Lust haben, etwas zum Erhalt unserer Natur beizutragen, dann kommen Sie doch einfach bei einem unserer nächsten Pflegeeinsätze vorbei.



03. Juli 2020 - Kreuz und Quer durch Wald und Flur

In diesem Jahr ist das gemeinsame Erleben unserer heimischen Natur leider komplett ausgefallen. Deshalb haben wir unseren Schwerpunkt in die virtuelle Welt verlegt.
Das, was wir dort - diesmal ohne Schwerpunkt - vermitteln wollen, ist die Vielfalt unserer Pflanzen und Tiere. Um diese im wirklichen Leben zu entdecken braucht es nicht viel. Ein wenig Aufmerksamkeit und offene Augen.
KreuzQuer2020 k
Die virtulle Weld findet sich unter https://www.facebook.com/bnangeislingen/ oder https://www.instagram.com/bnan_geislingen/ Um die Inhalte komplett zu sehen, ist jedoch eine Anmeldung notwendig.


20. Juni 2020 – Informationen zu unseren nächsten Terminen

Termine2020-07kSamstag, 27. Juni – Hüttenfest – abgesagt bzw. verschoben

Das Hüttenfest findet am geplanten Termin nicht statt. Wir sind der Meinung, dass es zurzeit noch nicht möglich ist, ein ungezwungenes Fest, das von der Kommunikation der Teilnehmer lebt, durchzuführen.
Wir haben unser traditionelles Hüttenfest für dieses Jahr aber noch nicht endgültig gecancelt. Angedacht ist ein Ersatztermin im September. Wir werden hierzu zeitnah informieren.

Samstag, 11. Juli – Biotoppflege Gostalwiese – abgesagt!

Dieser Pflegeeinsatz ist komplett gestrichen.
Nicht wegen Corona sondern weil wir erkannt haben, dass eine Pflege dieser Wiese zum angedachten Zeitpunkt der Insekten- und Amphibienfauna nicht gut tut.

Somit startet die Biotoppflege-Saison am 25. Juli mit der Haarbergwiese. Nachdem diese Wiese „ewig lang" ist, kann dort beim Abrechen der Mindestabstand problemlos eingehalten werden.

Haben Sie Lust mitzuhelfen?
Wir treffen uns um 9 Uhr am Wanderparkplatz auf dem Hexensattel an der Verbindungsstraße von Unterböhringen nach Reichenbach im Täle. Kontaktdaten und eine Anfahrtsbeschreibung finden Sie direkt beim Termin.



13. Juni 2020 – virtuelle Exkursion zur Galgenbergwiese, Bad Ditzenbach
Galgenberg2020-06-00k
Galgenberg2020-06-01kDer letzte Schmetterlingshaft und der erste Schachbrettfalter fliegt über unsere Galgenbergwiese. Ebenso einige Perlmuttfalter, Wiesenvögelchen, Scheckenfalter, Bläulinge und Dickkopffalter.
Man muss jedoch auch auf der Galgenbergwiese genau hinschauen um die wenigen Individuen der Schmetterlinge wahrzunehmen.
Die Vielfalt der Blumen springt einen dagegen an. Man merkt aber, dass das Jahr trotzt Corona und Lockdown voranschreitet. Die Wiesenvegetation – Salbei, Marguerite und Esparsette - ist in der Nachblüte, der Bocksbart streckt seine Schirmchen in die Höhe. Dafür fangen jetzt die Witwen- und
Flockenblumen an zu blühen.
Galgenberg2020-06-08kGalgenberg2020-06-06k













Galgenberg2020-06-03kDie Galgenbergwiese ist die größte Wiese der BNAN Bezirksgruppe Geislingen. Durch die Größe und die spezielle Geologie ist die Wiese keine homogene Fläche sondern ein Mosaik verschiedener Kleinbiotope. Wir haben dort trockenere und feuchtere Stellen, steile und flachere Hänge, Licht und Schatten und Abbruchkaten kleinerer Bergrutsche. Daher wächst auf der Wiese an der eine Stelle die Straußblütige Wucherblume, an der anderen der Baldrian, im nächten Eck die Bergkronwicke und nebenan der Acker-Wachtelweizen. Alles untermalt mit einem satten Gelbton aus verschiedenster Kleeblüten.
Galgenberg2020-06-02kGalgenberg2020-06-04k













Die dominierende Blüte ist jedoch die der unterschiedlichen Gräser. Für einen Heuschupfen-Geplagten ist diese virtuelle Exkursion sicherlich angenehmer.

Galgenberg2020-06-07kDas war's auch schon mit den für dieses Jahr geplanten Frühlings- und Frühsommer-Exkursionen. Leider haben alle nicht im realen Leben stattgefunden. Möglicherweise waren unsere virtuellen Exkursionen ein klitzekleines Trostpflaster. Wir würden uns freuen, den ein oder anderen Besucher bzw. Besucherin unserer Homepage im nächsten Jahr bei einer unserer Exkursionen begrüßen zu dürfen. Wer so lange nicht warten will: wir sind zuversichtlich, dass wir unsere Biotop-Pflege-Einsätze wie geplant durchführen können. Auch dazu suchen wir Mitstreiterinnen und Helfer.

Galgenberg2020-06-05kGalgenberg2020-06-10k














10. Juni 2020 – neue Wege

Newsletter2020-06kNachdem in diesem Jahr die persönliche Kommunikation mit unseren Mitgliedern, mit unseren Freunden, mit den an unserer Natur Interessierten leider nicht so möglich war, wie wir das gewünscht hätten, haben wir uns entschlossen neue Wege zu gehen.

Wir haben für Sie einen Rundbrief – neudeutsch Newsletter – zusammengestellt.

Was hat die BNAN Bezirksgruppe Geislingen in diesem Jahr trotz Corona schon alles für unsere Natur geleistet?
Was hat nicht stattfinden können? Was haben wir vor?

Das Ganze garniert mit sehenswerten Bildern.

Interesse?

Eine kurze Kontaktaufnahme über Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. " data-mce-href="mailto: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. "> Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. genügt und das Rundschreiben fliegt auf elektronischem Weg zu.


03. Juni 2020 – Fieberklee, Pflanze des Jahres 2020
Fieberklee00k
Fieberklee01kNachdem das mit den gemeinsamen Exkursionen in diesem Jahr etwas schwierig ist, möchten wir auf diesem Weg die Pflanze des Jahres 2020 vorstellen.

Der Fieberklee ist eine Pflanze der Moore, Sümpfe und Feuchtgebiete. Er bevorzugt feuchte, eher nährstoffarme und saure Lebensräume. Alles das, was man auf der Schwäbischen Alb nicht findet. Oder doch? Wie das gallische Dorf bei Asterix und Obelix wehrt sich ein Teil der Alb gegen die Vorherrschaft der kalkreichen, basischen Böden: der Albuch und das Härtsfeld. Die zuerst genannte Gegend ist noch Teil unseres Bearbeitungsgebietes und wird von uns botanisch betreut.

Daher ist uns der ansonsten auf der Alb exotische Fieberklee nicht fremd. Er wächst bei uns im Verlandungsbereich der dort noch häufigen Hülen. Wie schon an anderer Stelle geschrieben ist die Auszeichung „xy des Jahres" keine, auf die der Gewürdigte stolz sein kann. Vielmehr soll durch diese Wahl auf die Gefährdung der Pflanze, des Vogels oder des Schmetterlings – immer im Zusammenhang mit dem Lebensraum – hingewiesen werden.

Fieberklee02kDer Fieberklee ist in der Roten Liste als gefährdet eingestuft. Ursache des Rückgangs ist der Verlust seiner Lebensräume. Dadurch ist nicht nur die Symbolpflanze Fieberklee sondern mit ihm eine große Zahl spezialisierter Tiere und Pflanzen gefährdet. Nasse Wiesen und Moore wurden drainiert, die kleinen Hülen zugeschüttet und Gräben zu Abflussrinnen umgestaltet. Dazu kommt noch der Nährstoffeintrag aus Kläranlagen, der Landwirtschaft und über die Luft.

Ohne hier einen Namen zu nennen, sei an dieser Stelle einem unermüdlichen Kämpfer für den Erhalt dieser Biotope auf der Ostalb gedankt.

Übrigens: die dem Fieberklee nachgesagte fiebersenkende Wirkung konnte nicht nachgewiesen werden. Genauso wenig gehört er zu den Kleearten. Auch wenn seine Blätter wie riesige Kleeblätter aussehen.



24. Mai 2020 – Schmetterlinge rund um Geislingen

Vorgestern war der Internationale Tag zur Erhaltung der Artenvielfalt. Wir haben in den letzten 26 Tagen die Vielfalt der bei uns fliegenden Schmetterlinge – hauptsächlich Tagfalter – der Internet-Gemeinde auf Facebook und Instagram vorgestellt.

Nachdem die gemeinsamen Exkursionen in diesem Jahr bisher ausfallen mussten, versuchen wir eben den digitalen Weg zu bestreiten.
Schmetterlinge2020k
Zu finden unter https://www.facebook.com/bnangeislingen/ oder https://www.instagram.com/bnan_geislingen/ Um die Inhalte komplett zu sehen, ist jedoch eine Anmeldung notwendig.

09. Mai 2020 – Naturkundliche Wanderung am Kornberg
Kornber2020-00k
Anstatt eines Berichts über unsere gemeinsame Exkursion ein paar Bilder und persönliche Eindrücke vom Kornberg.

Die Talwiesen haben in dieser Woche zu einem sehr großen Teil den ersten Schnitt erhalten. Die Talwiesen ähneln daher gerade eher einem Fußballplatz. Einheitsgrün - sofern die Wiesen noch nicht gedüngt wurden.

Daher ist die Erwartungshaltung beim Aufstieg auf den Kornberg groß. Die dortigen artenreichen Blumenwiesen kennt der eine oder die andere aus Besuchen in vergangenen Jahren.

Jedoch: die Bilderbuchwiese war nicht zu finden. Die vorherrschende Farbe war der Silberglanz des verblühten Löwenzahns. Die Margueriten sind gerade am Aufblühen. Die an klimatisch günstigen Standorten Blühenden erinnern von der Statur eher an größere Gänseblümchen. Der Wiesenbocksbart gerade einmal 20 Zentimeter hoch. Nur der Wiesensalbei präsentierte sich in gewohnter Größe. Dafür hat der Boden so breite Risse, dass man beinahe aufpassen muss, um dort nicht hinein zu fallen.

Der zu warme und viel zu trockene April hat seine Spuren hinterlassen. Daher bleibt zu hoffen, dass der vergangene Samstag ein für einen Wiesenbesuch zu früh angesetzter Termin war und der für Montag prognostizierte Niederschlag – immerhin deutlich mehr als im gesamten April gefallen ist – die Wiesen noch erblühen lässt.

p.s. die Kugelige Teufelskralle hat die Stimmung wieder aufgehellt.
Kornber2020-01kKornber2020-03k

Kornber2020-04kKornber2020-02k

Kornber2020-06kKornber2020-05k














22. April 2020 – Frühblüher rund um Geislingen

Im Moment ist das Vermitteln von Natur-Wissen etwas schwierig. Deshalb haben wir am 23. März begonnen auf unseren beiden social-media-Plattformen Facebook und Instagram täglich einen unserer heimischen Frühblüher vorzustellen. Hauptsächlich – aber nicht nur – für Grundschulkinder.
Instagram2020-04-22k
Zu finden unter https://www.facebook.com/bnangeislingen/ oder https://www.instagram.com/bnan_geislingen/ Um die Inhalte komplett zu sehen, ist jedoch eine Anmeldung notwendig.

Übrigens: heute ist mal wieder ein Aktionstag - "Tag der Erde 2020". Da bietet es sich doch an auf die Vielfalt in unserer Natur hinzuweisen.


11. April 2020 – Märzenbecher und Grasfrosch im Roggental
Roggental2020-01k
Unsere Exkursion ist aus bekannten Gründen ausgefallen.
Stattdessen gibt es hier einige Bilder vom Mordloch bis zur Teufelsküche. Hört sich schauerlich an, furchteinflößend war es aber nicht.
Die dominierende Farbe war das Grün des Bärlauches, unterbrochen von Gelben Windröschen und Hohlem Lerchensporn. Die Blätter der inzwischen verblühten Märzenbecher sind in der Masse des Bärlauchs beinahe verschwunden. Nachdem der See am Mordloch ausgetrocknet ist, war auch kein Grasfrosch zu sehen.
Roggental2020-02kRoggental2020-03k








Roggental2020-04kRoggental2020-05k








Roggental2020-07kRoggental2020-08k








Roggental2020-09kRoggental2020-11k








Roggental2020-10k


28. März 2020 – Amphibienwanderung am Feuchtgebiet Turm
Amphibienwanderung2020k

Unsere für heute geplante Amphibienwanderung mussten wir wegen Corona ausfallen lassen. So sehen wir eben nur einen einsamen Wanderer.
(Zur Beruhigung: das Bild ist vor den Beschränkungen entstanden).

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an unsere Helferinnen und Helfer, die Tag für Tag einsam und allein den Schutzzaun kontrollieren!

Wenn ihr wissen wollt, was ihr versäumt habt, dann müssen Sie hier ein Jahr nach unten scrollen. Oder bis nächstes Jahr warten. Da machen wir dann sicherlich wieder eine „Amphibienwanderung am Feuchtgebiet Turm".

Bleiben Sie gesund!





16. März 2020 - Absage unserer beiden nächsten Exkursionen

Unsere Veranstaltungen am 28.03.2020 "Amphibienwanderung am Feuchtgebiet Turm" und am 11.04.2020 "Märzenbecher und Grasfrosch im Roggental" finden leider nicht statt. Ebenso entfällt die gemeinsame Exkursion aller BNAN-Gruppen am 05.04.2020 "Unteres Lautertal".
BNAN AmphWa_AB1


14. März 2020 - Aufbau des Amphibienschutzzaunes bei Grünenberg
Krötenzaun2020k
Unser Amphibienschutzzaun steht!

Dank des beherzten Einsatzes von einem Dutzend Helferinnen und Helfern konnten wir in dieser Woche unseren „Krötenzaun" aufbauen.
Es ist schön, dass sich in dieser ungewissen Zeit noch Menschen zusammenfinden, die auch an unsere gefährdeten Frösche, Kröten und Molche denken und sich für deren Schutz einsetzen.

Passt in den nächsten Wochen auf Euch auf! Bitte passt aber auch nachts auf unsere Lurche auf!
Krötenzaun2020-1kKrötenzaun2020-2k


























20. Januar 2020 - Gehölzpflege Feuchtgebiet Turm, Grünenberg
Turm2020-01 01K
Was machen wir Schwaben am liebsten? Schaffa!

Turm2020-01 02kNachdem man in diesem Winter keinen Schnee schippen kann, muss eine andere Betätigung gefunden werden. Möglicherweise ist dies die (betriebswirtschaftlich nachvollziehbare) Überlegung von manchem kommunalen Bauhof. Wir wollen hier aber nichts unterstellen.

So einfach haben wir es uns nicht gemacht.

Wir haben lange miteinander gerungen, ob und in welchem Umfang wir eine Gehölzpflege-Maßnahme an unserem Feuchtgebiet durchführen.

Turm2020-01 03kAuf der einen Seite bot das zu bearbeitende Grundstückseck einen harmonischen, idyllischen Anblick, andererseits beschatten die immer größer werdenden Bäume den Teich und die Hecken immer mehr und reduzieren die Wertigkeit der Biotope.

Wollen wir den Status Quo erhalten, der durch das Wachstum der Bäume eigentlich keine für alle Zeiten feste Konstante ist, oder wollen wir unser wertvolles Biotop für die dort vorkommenden FFH-Arten, wie beispielsweise den Kammmolch, weiterentwickeln?

Die Lösung in diesem Fall ist der Mittelweg und ein umsichtiges Handeln des Mannes an der Motorsäge. Auch dem aufmerksamen, am Turm Vorbeiwandernden wird nicht auffallen, dass drei oder vier Bäume fehlen. Wir haben aber so viel Licht gewonnen, dass sich erstens die Hecke wieder nach innen belauben kann und dichter wird und zweitens der Teich einige wichtige Sonnenstrahlen zusätzlich erhält.


01. Januar 2020 – unser neustes Jahresheft liegt vor
Heft2019

Pünktlich zum Jahreswechsel ist unser Jahresheft mit der Nummer 39 erschienen.

Inhalt:
  • Rückblick auf 40 Jahre BNAN Bezirksgruppe Geislingen
  • Unsere Tätigkeiten im Jahr 2019
  • Warum wir Wiesen mähen?
  • Feldflorareservat Unterböhringen


und vieles andere mehr!



Haben wir Ihr Interesse geweckt? Durch klicken auf das Heft gelangen Sie zur online-Ausgabe des kompletten Jahresheftes!